von DESG Presse / 07.February 2010 / 1:45 Uhr
Moderator Johannes B. Kerner musste das Gespräch mit den deutschen Eisschnelllauf-Hoffnungen Monique Angermüller/Judith Hesse aufgrund einer Verzögerung beim “Ball des Sports” ein wenig hinauszögern. Aber dann stand die Live-Schaltung Vancouver-Wiesbaden: 3000 geladene Gäste erfuhren bei der Gala unter dem Motto Eine Nacht auf Eis aus erster Hand, dass sich im Team Germany zunehmend olympische Stimmung verbreitet, dass die beiden Skaterinnen die Stadt am Pazifik mit ihrem einzigar-tigen Flair als ideale Location empfinden, ihren Wettkämpfen entgegen fiebern, die Form stimmt.
Vorher ließen sich Monique und Judith das Leben von ARD- und ZDF-Mitarbeitern im International Broadcasting Center zeigen. Eine Burg aus Beton, ohne Tageslicht, engen Räumen, mit jeder Menge Technik und endlosem Strippengewirr. Dagegen gleicht das olympische Athletendorf einer Wohlfühl-Insel, mit ausgeklügeltem Fitness-Raum, Billard-Halle und riesiger Mensa. Im IBC roch es dagegen streng nach Kantinenmöhren, doch Programmchefin Anke Scholten staunte, als die beiden Kufen-Damen cool aus ihrem anstrengenden Sportalltag („wir sind doch alle ein bisschen SM-süchtig…“) plauderten. Wie Judith Hesse nach 700 Metern der Mann mit dem Hammer begegnet, aber noch 800 m zu laufen sind… Und dass Monique Angermüller, bei Olympia mit Top5-Ambitionen am Start, sich hinterher manchmal übergebend in einer Ecke des Innenraums wiederfindet.
Dafür ging es via VIP-Shuttle-Service („jetzt sind wir ein bisschen prominent…“) durch die sich stündlich in eine olympische Oase verwandelnde Metropole am Ozean: mit unzähligen für den Normalverkehr gesperrten Straßen, dafür einer flotten Olympic Lane für Fahrzeuge in Dienste der Spiele. Die beiden Sprinterinnen wissen schon heute, dass sie Vancouver nochmals besuchen wollen. Wenn man geruhsam den Blick über Meer und Berge schweifen lassen – einzigartig in das Multi-Kulti-Ambiente eintauchen kann. Und vielleicht mit olympischen Meriten als Erinnerung im Gepäck.