17 01 19 Felix Spiegl 2Felix und seine erstes Weltcup-Plakat. Foto: Eva WagnerVom 3. bis 5. Februar 2017 kämpft beim ISU Short Track World Cup ein internationales Top-Feld zum sechsten Mal in Dresden um Medaillen. Bisher sind Meldungen von 315 Sportlern aus 28 Nationen eingegangen, die Veranstalter erwarten eine Rekordteilnehmerzahl. 

Welche deutschen Starter über welche Distanzen laufen oder in das Weltcup-Feld gesetzt werden, entscheidet sich in der nächsten Woche. Anna Seidel befindet sich wieder im Mannschaftstraining. Ob ein Start beim Weltcup eventuell zu früh kommt, bleibt abzuwarten.

Nico im SportstudioNico erklärt im ZDF Sportstudio die Kufen. Foto: ZDF MediathekDas Eisschnelllauf-Wochenende in der Öffentlichkeit. Und was blieb hängen? Natürlich Nico Ihle mit seiner Präsenz im ZDF-Sportstudio. Eine solche Plattform hatte das Männerteam seit gefühlten Lichtjahren nicht mehr erhalten. Samuel Schwarz war der letzte DESG-Sprinter, der auf dem Mainzer Lerchenberg seine Ansichten vortrug. Jetzt also sein ehemaliger Partner und Kontrahent aus Chemnitz. Nico machte bei Katrin Müller-Hohenstein eine ähnlich gute Figur wie auf dem spiegelglatten Untergrund. Privat und ganz persönlich war das Gespräch angelegt: es ging auch um Familie, die Kufen, den Kurveneingang, den richtigen Knie-Winkel, die Ziele. Festzuhalten der Schlusssatz des 31-Jährigen: „Es ist schön zu sehen, dass das Alter dich nicht langsamer macht.“

Auch bei einer Europameisterschaft hängen die Trauben hoch – zumal die Titelkämpfe im Short Track für die Besten des Kontinents enorme Bedeutung besitzen. Italien wollte Werbung für den rasanten Sport in eigener Sache machen – was Arianna Fontana (mit dem 16. EM-Titel) und Co. gelang. Die starke Oranje-Delegation um Sjinkie Knegt nutzte die EM als Etappe zur Heim-WM Anfang März in Rotterdam. Die Ungarn unterstrichen ihre Entwicklung, Semen Elistratov und die russischen Kurvenflitzer präsentierten sich in Höchstform.

Team TurinBianca Walter und Felix Spiegl sind gut in Fahrt. Foto: TeamEine Prognose zu einer möglichen Platzierung hatte Bianca Walter vor der EM nicht wagen wollen. Zu heftig gestalteten sich die Ups & Downs in diesem Winter. Aber insgeheim hoffte die Dresder Shorttrackerin auf einen vorderen Rang, motiviert auch durch das flotte Wochenende mit guten Zeiten bei der DM in Oberstdorf. Nach Tag I im Palavela Torino sind die Aussichten intakt. Über 1500 Meter katapultierte sich „Bibi“ als Zweite ihres Laufes direkt ins Semifinale am Samstag. Über ihre Lieblingsstrecke, die 1000 m, steht sie als Zweite eines starken Vorlaufs, im Duell mit der frenetisch angefeuerten italienischen Lokalmatadorin Arianna Fontana, im Viertelfinale. Im Sprint schaffte sie aufgrund einer guten Zeit den Aufstieg in die nächste Runde.

Anni GeburtstagHerzlichen Glückwunsch, Anni Friesinger-Postma. Foto: DESGphoto/Lars HagenDie Szene war der Burner der Winterspiele von Vancouver 2010. Anni Friesinger, im Team Pursuit schon gehandicapt angetreten, rettete am Boden liegend den Einzug ins olympische Finale. Die deutsche Mannschaft gewann – die Aktion ging in die Geschichtsbücher ein. Knapp sieben Jahre ist das her, die Eissprinterin war 33 – und jetzt feiert sie ihren 40. Geburtstag. Happy Birthday an die Siegerin von 59 Weltcuprennen, die 16-fache Weltmeisterin, dreimalige Goldmedaillengewinnerin bei den Games, die wenig nach dem Gold-Diver ihre Karriere vorzeitig beenden musste. Aber die Bayerin blieb stets im Fokus der Öffentlichkeit. „Aus der Spitzensportlerin wurde eine Super-Mama“ titelte die BUNTE. Die zweifache Mutter, mit dem ehemaligen niederländischen Top-Skater Ids Postma verheiratet, tritt in TV-Serien auf, arbeitet am Rande der Bande als Expertin für Eisschnelllaufen. Jahrlang auch für den holländischen Sender NOS. Jetzt ist sie bereit für neue Projekte. Lassen wir uns überraschen – und viel Erfolg dabei.

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