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WM-Abschlussfeier in Calgary. Foto: Helge Jasch„Wir haben unsere gestellten Ziele erreicht“, zog Helge Jasch bei der Allround-WM das Fazit aus DESG-Sicht. „Medaillen über 3000 und 5000 m, Verbesserung der Zeiten im Time Ranking“ als Unterpfand für die WM in Inzell. Ein dreiköpfiges Sportler-Team, das die Abende auch nutzte, um die „Heimat“ mit Calgary-News zu versorgen. Robert Lehmann, männlicher Solist: „Hier sind die Strukturen zwischen Sport und Universität in einer unglaublich und angenehmen Art und Weise miteinander verbunden, dass man alles nur genießen kann. Auch Klima und Wetter waren wunderbar, die Sonne schien bei Temperaturen von knapp über null Grad.“
Am zweiten Tag belegte Lehmann „auf der schönsten Eisbahn der Welt“ über 1500 Meter Rang 17, in 1:46,57 Minuten. Parallel hatte Isi Ost in ihrem dritten Wettkampf in 1:56,72 eine ansprechende Leistung erzielt. Für den Ausreißer sorgte einmal mehr Stephanie Beckert, aufgrund ihres Bronze-Platzes über 3000 m und der Zwei-Listen-Wertung im Finale der Top 12. Die Erfurterin fegte um die Bahn: 6:49,51 Minuten für 5000 Meter. Die letzte Runde in 31,9 Sekunden war die Schnellste… Das bedeutete Platz 1 im Strecken-Wettbewerb, weil Martina Sáblíková beim final countdown gegen die spätere und verdiente Siegerin Ireen Wüst, stürzte. Sich aber berappelte – und noch Rang 3 im Gesamten rettete. Rang 12 für Beckert. In Germany hatten die Eisschnelllauf-Kiebitze längst Eurosport eingeschaltet – und lauschten den Kommentaren von Reporter Marc Rhode und Experte Christian Breuer, ein Mann vom Fach, langjähriger Aktivensprecher und auch mit dem Mikro auf Du und Du. Bis um 1.30 Uhr verharrten die Eisernen vor dem Bildschirm, bis zum letzen Paar über 10.000 m. Was sich lohnte. Breuer ernannte den Kiwi-Läufer Shane Dobbin (am Ende Neunter) zu seinem favorite, weil er es bemerkenswert findet, „wenn ein Mann von der Nordinsel, nur von seinem Vater trainiert“, solche Zeiten läuft. Zweimal machte er Hollands Wouter Olde Heuvel nass, der Oranje-Skater dürfte nie und nimmer Urlaub in Ozeanien verbringen. Breuer verwies auf YouTube, wo die Crazy Wikinger Bökko (Silber nach vier Strecken) und Landsmann Lunde Pedersen andere Läuferinnen imitieren, erzählte, dass Youngster Koen Verweij sich als Treppenläufer in Hochhäusern probierte. Und ist gespannt, ob mehr Versuche mit Massenstarts, „auch gegen niederländische Widerstände“ für mehr Feuer auf dem Eis sorgen. Bis zum frühen Montagmorgen, vor der Dauer-Werbesendung auf Eurosport, zogen sich Kufen-Fetischisten die volle Dröhnung einer umfangreichen Berichterstattung rein. Wissen nun, dass der neue russische Trainer Konstantin Poltavets 2014 in Sotschi „fünf Olympia-Medaillen“ erwartet. Dank Kerlen wie Ivan Skobrev, der in einer knappen Entscheidung – wie bei der EM in Klobenstein – den Titel holte. Während DESG-Teamleader Jasch auf „eine tolle Veranstaltung auf schnellem Eis“ zurückblickt. Und nach Salt Lake City weiterreiste, wo sich das Weltcup-Team unter Chef-Bundestrainer Markus Eicher auf das nächste Highlight am Rande der Rocky Mountains trimmt.
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