Siegerlächeln und viele Weltcup-Punkte

Aktion2_2Medaillen sammeln ist auch für Eislaufstars keine Selbstverständlichkeit. Die koreanische Olympiasiegerin über 2 x 500 m Lee Sang-Hwa hatte sich als Zweite am Freitag für den zweiten Wettkampftag noch mehr ausgerechnet – und landete nur auf Platz 7. Auf Jenny Wolf hingegen war Verlass. Doppelsieg, Weltcup-Triumph Nr. 52, der achte in Folge in Heerenveen. „Mit meiner Zeit (38,17 sec) war ich nicht zufrieden“, meinte die 31-Jährige, „aber gewonnen ist gewonnen.“

Die Anspannung der Ungewissheit vor der Fahrt nach Holland ist einem Siegerlächeln gewichen, im Hinblick auf den Weltcup „zu Hause“ (19.-21.11.) will die Berlinerin „noch schneller sein“. Zweite wurde Margot Boer (Niederlande, 38,54) vor Nao Kodaira (Japan, 38,77). Judith Hesse als 16. und Monique Angermüller auf Rang 17 blieben hinter ihren Erwartungen zurück.
Shani Davis ist wieder da, schnell und stark wie gewohnt. Nach dem 1000-m-Rennen am Freitag gewann der US-Sunnyboy aus Chicago auch die 1500 m von Heerenveen – in 1:45,04 Minuten. Damit störte er ein wenig die niederländische Party und verwies das Trio Kuipers, Tuitert und Groothuis auf die Plätze. In 1:48,92 auf Platz 18: der Erfurter Robert Lehmann.
Erste Weltcupzähler sammelte Bente Kraus. Die 21-jährige Berlinerin kam in der B-Gruppe über 3000 m in guten 4:14,98 min auf Platz 6 und war fast so schnell wie Isabell Ost – sieben Zehntel besser –, 17. in der Elitegruppe. Jennifer Bay, erst 19, überzeugte mit einer Zeit von 4:12,74, ihr Lohn war der 13. Platz. Nach dem kurzfristigen Startverzicht von Olympiasiegerin Martina Sáblíková aus Prag war die Favoritenrolle klar an Stephanie Beckert vergeben. Die Erfurterin ließ sich die Chance auf die ersten 100 Weltcuppunkte nicht nehmen: 4:04,38 Minuten, eine deutliche Sache. Die Kanadierinnen Cindy Klassen (4:07,19) und Kristina Groves (4:08,01) vervollständigten das Siegertreppchen.