RotterdamViel Glück dem DESG-Trio.
Foto: DESG-Presse
Die Ahoy-Arena Rotterdam steht für Stimmung und Highlife. Und das seit 45 Jahren, im Süden der zweitgrößten niederländischen Stadt. Konzerte, Dart-Turniere, Sixdays oder Turnen: hier werden Events zelebriert – wie jetzt die WM der Short Tracker. Was die „Macher“ im benachbarten Dordrecht in Sachen Pyro, Lichteffekte und Hammermusik vormachten, will man in der Ahoy-Arena toppen. Mittendrin: die drei DESG-Sportler Bianca Walter, Anna Seidel und Christoph Schubert, die unisono „alles geben wollen.“ Gerade zum Abschluss des Winters – im Anlauf zur olympischen Saison.

„Wir sind gespannt, was man sich in Rotterdam einfallen lässt“, sagt Bianca Walter, „es soll ausverkauft sein und ein riesen Event werden.“ Die Dresdnerin hatte sich im Training voll reingehauen „und mich nochmals steigern können. Ich habe da meine schnellste jemals gelaufene Runde – hinter den Jungs – erzielt: 8,549 Sekunden. Wenn ich das jetzt im Wettkampf zeigen kann…“ Die 26-Jährige, beim Olympia-Test in Südkorea Sechste über 1000 m, will auch taktisch draufsatteln. „Am Freitag sind ja alle Vorläufe über die drei Strecken. Mein Ziel ist es, mich über möglichst mehrere, wenn nicht sogar alle drei, zu qualifizieren.“ Für die Finals am Samstag (1500/500 m) und Sonntag (1000 m).

Diana Scheibe betreut das Trio in Rotterdam, sie hatte das Training nach dem Heim-Weltcup in Dresden nochmals forciert. Und Anna Seidel hielt die Pace mit. Nach langer Verletzungspause hatte sich die 18-Jährige an der Elbe wieder der internationalen Elite gestellt. Mit wichtigen Erkenntnissen, auch was die Physis betraf. „Ich will wieder ins Wettkampfgeschehen zurückfinden. Aber ohne Druck, was Platzierungen betrifft“, so die EM-Dritte von 2016 (über 1000 m) zu Rotterdam 2017.

Christoph Schubert blickt auf eine Saison mit zahlreichen Problemen zurück. Erst rebellierte der Körper bei Extrem-Belastungen. Die DM in Oberstdorf konnte er aufgrund eines schweren Sturzes (u.a. Nasenbeinbruch) nicht beenden. In Dresden stand der 22-Jährige wieder auf dem Eis. Noch gezeichnet, die Schmerzen wegsteckend. Taktische Fehler verhinderten beim Heimspiel den Einzug in die Weltcup-Finalläufe. Schubi ging mit sich selbst hart ins Gericht, monierte Fehler („ich könnte es besser und habe zu viel Respekt vor den Gegnern“), die so nicht passieren sollten. Und meldete sich umgehend mit guten Trainingsleistungen zurück. „Das möchte ich jetzt im Wettkampf zeigen, denn ich bin gut drauf.“

Also auf zum finale furioso bei der Ahoy-Party.