CoachesJan van Veen (r.) und Danny Leger - kein Ende in Sicht.
Foto: DESGphoto/Lars Hagen
Urlaub stehe erst mal nicht an, sagte Jan van Veen beim Abschied in Stavanger. Es gelte die Saison exakt „zu analysieren“. Seine erste an der Spitze der DESG-Trainerschaft. Die unter dem Streich erfolgreicher war als erwartet, ein Plus gegenüber dem tristen Winter 2015/16. Mit neun Weltcup-Podestplätzen, darunter zweimal Gold (Nico Ihle über 500 m). Zudem eine Einzelstrecken-WM mit dreimal Edelmetall. Der erste Schritt im neuen Prozess – und zwar in die entsprechende Richtung.

Das erleichtert doch die Saison-Bilanz, Herr Van Veen…

„Ein Ziel war, die Negativspirale zu stoppen. Nach dem Tiefpunkt geht es jetzt in eine andere Richtung. Nico hat ein Riesen-Jahr hingelegt, Respekt. Und das gilt auch für Claudia und Patrick. Das sind Fingerzeige im Hinblick auf Olympia. Die zwei, drei, hinter ihnen können mitlaufen und haben einen Schritt nach vorne gemacht. Wozu das reicht, muss man sehen. Bei der WM in Südkorea lief nicht alles nach Plan, das muss man gut analysieren, auch was wir falsch gemacht haben.

Neben Claudia, Nico, und Patrick rückt der Team Pursuit der Damen in den Fokus – auch ein olympischer Traum?

„Darauf wird künftig ein Fokus gelegt, da haben wir Arbeit vor uns – und müssen mehr investieren, in der Vorbereitung richtig Gas geben. Hier beim Finale lief es nicht optimal – und auch beim Team Sprint der Jungs wäre ein bisschen mehr drin gewesen. Aber man muss sehen, dass wir überhaupt dabei waren.“

Ein erstes Jahr mit zig Herausforderungen und manchen Erwartungen, gerade an einen niederländischen Eisschnelllauf-Experten, liegt hinter Ihnen. Was hat, bei allem Druck, Spaß gemacht?

„Man kann im ersten Jahr nicht alles sehen, nicht jede Gerade und Kurve. Doch wenn man miterlebt, dass man die Leute für den neuen Prozess überzeugen kann, sie dadurch besser werden, dann macht das Spaß. Und das passierte immer öfter. Natürlich werden wir an Medaillen gemessen, doch es bleibt ein langer Weg, der nicht nach den Olympischen Spielen aufhört.