170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

Gruppenbild ToskanaST-Team in der Toskana. Foto: TeamDie Shorttracker zeigten sich einig: „Das war das beste Trainingslager bisher.“ Hinter den deutschen Kurvenflitzern (Sportler der A- und B-Gruppe) liegen knüppelarte Einheiten, da vermochte die idyllische Landschaft der Toskana nur sekundär für Ablenkung zu sorgen. Bundestrainerin Diana Scheibe fasst die Maßnahmen in Castagneto zusammen. „Ja nach Athlet wurden zwischen 500 und 800 km auf dem Rennrad heruntergespult. Wir hatten fast immer gutes Wetter und konnten deshalb alle Einheiten absolvieren.“ Es galt, die Grundlagen zu verbessern: auf dem Bike, bei Imitationen, mit den Geräten. Die hatten übrigens die gleichzeitig in der Toskana, aber in einem anderen Hotel untergebrachten Eisschnellläufer von Coach Jan van Veen mitgebracht: Hanteln, Stangen, Gewichte. Auf dem Basketballfeld oder den beiden Kunstrasen-Plätzen wurde – getrennt – angepackt. Neben täglich 2 ½ bis 4 Stunden Biken, zunächst flach am Meer, später in den Hügeln der Toskana, standen auch Gespräche auf dem Programm. Thema: Die Zielstellungen vor allem in der bevorstehenden olympischen Saison.

Diana Scheibe spricht von „hoher Qualität der Einheiten. „Ja, es war schwer – und am Ende waren einige sprichwörtlich im Eimer.“ Nicht nur das Training in der Gruppe, sondern auch individuelle Einheiten strapazierten Körper und Geist. Scheibe beeindruckte das körperliche Level von Christoph Schubert und Felix Spiegl so früh in der Saison. Der Spaßfaktor fiel zumindest nicht ganz unter den Tisch – und sei es bei der Nachbereitung im kleinen Pool. Die überragende italienische Küche in der kleinen Herberge half auch über manchen Durchhänger hinweg. Denn der nächste Lehrgang ist terminiert. In gut zwei Wochen treffen sich die ST-Cracks der DESG im Bundesleistungszentrum Kienbaum, wo zuletzt die Verbandspitzen die neue Ausrichtung intensiv thematisiert und erläutert hatten.

Bianca Walter berichtet über die tägliche „Qual“: „Gegessen haben wir immer zusammen als Team, logisch Und eigentlich war wirklich jeder Tag gleich strukturiert. Nach dem Frühstück die erste Einheit, meistens die Wichtigere des Tages (Rad, Imitation, Sprints oder spezielle Kraft). Dann Mittagessen und kurze Pause. Einige haben da was für die Schule bzw. Uni gemacht, andere sich einfach ausgeruht, den Physio in Anspruch genommen oder wie ich z.B. Rad geputzt. Dann folgte die zweite Einheit, entweder Rad oder allg. Kraft. Und schon war es wieder Zeit für das Abendessen. Der Abend war für jeden frei zu gestalten, ich bin auch mal runter zu den Eisschnellläufern gegangen (zu Michelle, Felix und Manuel) oder wir haben einfach nur zusammengesessen, gelernt, Filme geschaut. Flo (Florian Becker) und Leon (Kaufmann-Ludwig) haben sogar einmal Brote gebacken. Also wirklich zehn Tage Fokus aufs Training und unsere Ziele von früh bis spät...“