Schubert Wolf dpaJenny Wolf und Thomas Schubert - das Dreamteam. Foto: dpa picture allianceDie DESG bedankt sich bei Thomas Schubert für seine aufopfernde Arbeit als Coach bis zu seinem letzten Arbeitstag am 31. Mai. Mit dem Verband erinnern einige Wegbegleiter an gemeinsame Erlebnisse mit Schubi.

Die fünfmalige Eissprint-Weltmeisterin Jenny Wolf:

„Thomas Schubert hat sehr langfristig geplant und hat mir und anderen Sportlern dadurch Zeit zur Entwicklung gelassen. Ich fand immer gut, dass er es verstand, mit den einzelnen Sportlertypen und deren Eskapaden umzugehen. Er hat richtig gut professionell gearbeitet. Ich konnte mich in die Trainingsplanung immer einbringen. Er hat aber nie einen Zweifel daran gelassen, dass er die Führungspersönlichkeit ist. Wahrscheinlich war das der Schlüssel zum Erfolg.“

Bente Kraus, WM-Achte 5000m/2017:

„Thomas Schubert war als Trainer ein wichtiger Wegbegleiter für mich. Aber auch heute haben wir noch viel Kontakt und er hat immer einen Rat parat, wenn ich ihn brauche. Ich habe meine ersten fünf Seniorenjahre bei ihm trainiert und er hat mich gemeinsam mit Stephan Gneupel zu meinen ersten Olympischen Spielen geführt. Er ist ein Trainer der ruhigeren Art und hat dies immer versucht auf mich zu übertragen. Er hat mir immer zur Seite gestanden in positiven und negativen Zeiten und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich wünsche ihm alles Gute im verdienten Ruhestand.“

Frank Thomas, Sportjournalist/dpa:

„Ohne Schubi wird dem deutschen Eisschnelllauf etwas fehlen. Über 23 Jahre durfte ich seinen ganz eigenen Stil als Trainer mitverfolgen. Und mir imponierte, dass er stets ruhig blieb, auch wenn die Wellen in der DESG manchmal hochschlugen. Ruhig und abgeklärt versuchte er, seiner Devise treu zu bleiben. Stets sprachen alle seine Athleten mit Hochachtung von Schubi. Nicht selten saß er bei den Auftritten seiner Topleute zu Hause auf dem Sofa und versuchte ihre Läufe aus der Ferne möglichst nah mitzuerleben. Nie vergessen werde ich die Situation, als ich ihn nach dem ersten großen WM-Erfolg von Jenny (Wolf) im März 2007 nach dem Weltrekord in 37,04 Sekunden bei der WM in Salt Lake City zu nächtlicher Stunde anrief, um an seinen Gefühlen in dieser Stunde des Erfolges Anteil zu nehmen. Wie gern wäre er bei dieser Sternstunde dabei gewesen. Doch es gab kein Wort der Kritik. Beseelt vom Erfolg freute er sich für seine Athletin. Respekt Schubi für alle Geleistete. Ich wünsche Dir vor allem Gesundheit, genieße den Ruhestand.“

Stephan Gneupel, Trainerkollege:

„Thomas war ein trainingsmethodisch kreativer Trainer und zuverlässiger Kollege.

Ich habe viele Jahre mit ihm auf Reisen ein Zimmer geteilt und wir stellten fest, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben! Angefangen vom Schnarchen, über maximale Körperhygiene, gemeinsames Sonnenbaden auf einer großen Hotelterrasse in Livigno, bis dahin, dass wir beide (oftmals ungewöhnlich für Männer) auf absolute Ordnung und Sauberkeit im Zimmer achteten und nach getaner Arbeit Liebhaber und Tester von italienischen und französischen Rotweinen waren (und noch immer sind).“

Joachim Franke, der ‚Goldschmied’:

„Thomas und ich haben immer kameradschaftlich zusammengearbeitet. Wir haben trainingsmethodisch stets einen guten Konsens gefunden. Besonders in der Wendezeit sind wir zusammengerückt, weil wir uns als Trainer aus dem Osten besonders beweisen mussten. Mitte der neunziger Jahre hat sich Thomas weltweit zu einem absoluten Spitzentrainer im Sprintbereich entwickelt.“