170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

DSC 1753 Zomerijs Thialf 160617 MdJkopieNico und Denny in Heerenveen.
Foto: Martin de Jong
Der Sachse Nico Ihle, der am liebsten im heimischen Chemnitz trainiert, singt das Hohe Lied auf Heerenveen. „Zum ersten Mal sind wir hier auf einem internationalen Sommer-Eis – und das früher denn je.“ Der Untergrund in der Thialf-Halle sei „sehr gut“. Aber auch das Drumherum bekommt vom WM-Zweiten über 500 Meter Sterne-Beurteilungen. Zum Beispiel: „Die vielen Radwege parallel zu den Hauptstraßen. Breit und – für uns Sprinter – total flach, vor allem aber sicher.“ In Zeiten zunehmender Unfälle mit Pedaleuren ein beruhigender Umstand.

Ihle, der wieder mit seinem Bruder Denny ein Power-Duo bildet, das von Klaus Ebert auch in Friesland betreut wird, erwähnt die Vorzüge der Unterkunft, den Komfort, das tolle Essen. Natürlich tafelt die Vmax-Abteilung beim gemeinsamen Essen mit der von Bundestrainer Jan van Veen gecoachten Nationalmannschaft. Auch das zeitige Eis-Rendezvous fädelte der Niederländer ein, nur die einheimischen Schaatser sowie einige Norweger nutzen sonst die Halle des Eis-Mekka von Heerenveen.

Fast täglich stehen auch zahlreiche Rad-Einheiten auf dem Programm, im Kraftraum fließt der Schweiß: der scharfe Start in die olympische Saison steht unter einem guten Stern – und dauert noch bis zum 24. Juni. „Das ist ein Trainingslager, wie man es sich wünscht“, zieht Ihle, der den besten Winter seiner Karriere (u.a. zwei Weltcupsiege) hinter sich hat, Bilanz. Anschließend geht es wieder ins Sächsische, auch die forcierten Einheiten zuhause hatten sich in den letzten Jahren ausgezahlt. „Drei Wochen Chemnitz“ zählt der 31-Jährige auf, bevor Mitte Juli der nächste Eis-Lehrgang im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen beginnt – und danach wieder Heimtraining. “Ich bin über jeden Tag bei der Familie froh und dankbar“, sagt der zweifache Papa, der daraus viel Kraft und Motivation schöpft.

Die ersten Formtests inklusive der stahlharten KLD (Kraft-Leistungs-Diagnose) bestätigen den Saison-Aufbau. „Die Werte sind besser, wir sind im Plan“, sagt Nico und strahlt mit der friesischen Sonne um die Wette. Auch das Wetter passt sich der DESG-Juni-Maßnahme an. Vorwiegend heiter.