170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

Beginn der fünften Jahreszeit im karnevalistischen Europa – eiskalter Quali-Zwang dagegen im fernen Shanghai. Das sind die Gegensätze am 11.11. In Chinas Megapolis, auf dem schnellen Eis des Oriental Sports Centers, erklangen die Hymnen über 500 und 1500 m für Korea, China und Kanada. Drei Monate vor den Winterspielen in Südkorea puscht sich die Kurvenflitzer-Elite zur Höchstform. Die kleine deutsche Delegation hielt mit, um am Ende aber mit ein paar Sekundenbruchteilen hadern zu müssen.

Für Anna Seidel indes ging der Plan über 1000 Meter auf. Die in Utrecht trainierende Dresdnerin qualifizierte sich über die Zeit (1:32,407) für das Viertelfinale am Sonntag. Vorher hatte sie sich über 500 m einen “Penalty” eingeheimst, das war’s im Sprint. Bianca Walter nimmt sehr zweispältige Erinnerungen aus Shanghai mit. Die 27-Jährige ist auf Augenhöhe mit den Weltbesten, aber sie bekommt die Kufenspitze nicht ganz nach vorne. Über 500 m fehlte eine Tausendstelsekunde für den Einzug ins Viertelfinale. Im 1500-m-Rennen (2:30,475 Minuten) war es eine Zehntel, die einen Streich durchs Semifinale machte. Auf ihrer Lieblingsstrecke (1000 m ) wiederum in 1:32,974 zwei Zehntel.

Das Team, durch Gina Jacobs und Tina Grassow ergänzt, zeigte gegen Mega-Konkurrenz - die Niederlande und Kanada – Kante. 4:15,488 Minuten aber reichten nicht für die nächste Runde. Jetzt müssen die Mädels bem letzten Weltcup vor der Vergabe der Olympia-Tickets nächste Woche in Seoul die allerletzte Chance beim Schopf packen.

Christoph Schubert, einziger DESG-Vertreter bei den Herren, tastet sich peu à peu an die Elite heran. In China schrammte er um 7/10 Sekunden am 1500-m-Halbfinale vorbei. Im Sprint blieb er den Eis-Göttern Sandor Shaolin Liu (Ungarn), Semen Elistratov (Russland) und J.R. Celski (USA) in seinem Lauf auf den Fersen, aber vorbei kam er nicht. Auch für die Allrounder gilt: nächster Anlauf in Südkoreas Hauptstadt beim Weltcup #4.