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DSC 2100Weltcup-Team Junioren und Neo-Senioren mit Trainern.
Foto: DESGphoto/L.Hagen
Das „Heimspiel“ beim Junioren-Weltcup in Inzell war das erste Highlight für die deutschen Eisschnelllauf-Junioren. Und auch den neuen niederländischen Trainer Erik Bouwman (44), seit März in verantwortungsvoller Funktion für den Nachwuchs der DESG. Entsprechend konkret fiel die Analyse des Coaches aus, der die Rennen in der Max-Aicher-Arena aus seiner Sicht beleuchtet:

„Nach einem Sommer mit intensiver Arbeit war das die erste internationale Standortbestimmung: ein stark besetzter Junioren-Weltcup, wobei sich bei den jungen Damen die Weltspitze komplett präsentierte. So ist der 4. Platz über 1000 m von Lea-Sophie Scholz in einer Zeit von 1:18.99 eine Spitzenleistung. Sie ist nicht im Kader, konnte sich aber mit ihrem Heimtrainer Robert Lehmann zielgenau vorbereiten. Der Fokus liegt auf dem weiteren Saisonverlauf. Allerdings waren die 500 m und 1500 m ein bisschen enttäuschend, daran muss sie noch arbeiten.

Dieses gilt auch für Michael Roth, der zusammen mit Heimtrainer Heiko Walther (in Abstimmung mit mir) motiviert neue Trainingsprozesse übernahm. Mit zwei persönlichen Bestzeiten über 500 und 1000 Meter kann er zufrieden sein, aber auch hier gilt: es waren keine Spitzenrennen und es gibt noch viele Reserven.

Ole Jeske hatte noch Änderungen beim Material vorgenommen. Er lief in seinem ersten 1000-m-Rennen persönliche Bestzeit, jedoch wäre mehr möglich gewesen… Die Geschwindigkeit war bis 600 Meter da, aber dann war der Abfall noch etwas zu groß. In Team Sprint unterstrich er wieder seine Power mit einem sehr guten Angang. Über 500 Meter lag mehr drin. Auch Max Reders Wochenende verlief suboptimal. Seine Läufe waren weit entfernt von 100 Prozent. Positiv aber sind trotzdem noch akzeptable Zeiten.

Mit Paul Galczynski waren wir wirklich zufrieden. Er ist jetzt in der Lage, die 3000 Meter kontrolliert abzuspulen: mit stabilen Rundenzeiten bis zum Schluss. Darauf lässt sich aufbauen, um die kleine Kluft zum Podium zu schließen. Das gilt auch  für die 1500 m, wo die letzte Runde leider seinen guten Renn-Plan beeinträchtigte. Er ist aber auf einem guten Weg zum Mehrkämpfer, das ist unser angestrebtes Ziel. Diesem Prozess soll sich auch Lukas Mann nächste Woche wieder anschließen. Der talentierte Langstrecken-Spezialist musste eine erfolgreiche Operation gegen sein Herzrasen auf sich nehmen. Aber auf geht’s Richtung 2018.“