Anna dpaAnna: Kleine Startschwierigkeiten.
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Der Hotspot der Spiele steht mitten im Olympic Park. Die Shorttrack-Arena für 12 000 Zuschauer brodelte auch am zweiten Tag des Festivals der Kurvenflitzer. Wenn im Staffelrennen ein Koreaner die Führung übernimmt, dröhnt und vibriert das Oval. Dann wäre selbst der Lärm von zehn Presslufthämmern nur ein sanftes Säuseln. Als Anna Seidel ihr Viertelfinale über 500 Meter bestritt, waren die Tribünen erst zur Hälfte gefüllt, dabei besaß jedes Quartett, das sich um den Aufstieg in die nächste Runde bemühte, Premiumklasse. Für die Dresdnerin aber lag dieses Ziel an diesem Tag außer Reichweite.

Der Grund: vor allem beim Start fehlt noch die Explosivität, wie Trainer Daniel Zetzsche erkannte. „Deshalb ist das Abschneiden weniger als wir gehofft hatten. Klar, dass solche Viertelfinale keine einfachen Läufe sind, aber eigentlich hätte sie hier mitgehen können und blieb unter ihren Möglichkeiten. Über die längeren Distanzen jedoch sind diese kleinen Startdefizite weniger entscheidend.“

Die Dresdnerin sah es ähnlich wie ihr Trainer, erkannte „die Startschwierigkeiten“ als Ursache – und sollte dennoch einem Dutzend Medienvertretern Auskunft geben. Denen möchte sie beim nächsten Auftritt, am Samstag über 1500 m, eine völlig andere Rückmeldung geben. Und dann die überbordende Stimmung in der Gangneung Ice Arena zu ihren Gunsten nutzen.