Junioren PodestJunioren auf dem Podest: Ole Jeske, Jeremias Marx und Max Reder.
Foto: Robert Lehmann
Auf der offenen Bahn nicht vom Wind verweht – sondern die gute Entwicklung unter Beweis gestellt. So lautet das Fazit der Eisschnelllauf-WM der Junioren in Helsinki. Eine Bronzemedaille (im Team Sprint), vier Top-5-Plätze und siebenmal unter den ersten Zehn. Damit konnte Bundestrainer Jan Coopmans zufrieden sein, seine sieben Athleten zeigten beim Saison-Höhepunkt gute Leistungen. „Das war OK“, so Coopmans, der registrierte, dass „von allen Ecken“ Erstaunen über das Abschneiden des DESG-Nachwuchses kam. „Allerdings“, so die prompte Einschränkung „fehlt uns teilweise die Stabilität.“ Auf einigen Strecken bleibt der Abstand zur Weltspitze deutlich, vor allem bei den jungen Damen.

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Michelle UhrigMichelle Uhrig mit ihrer Silbermedaille beim Neo-Weltcup in Erfurt.
Foto: DESG-Presse
Erst bei der Saisonanalyse – der ISU – wird ermittelt, ob der neugegründete Neo-Senioren-Weltcup in dieser Form ein Erfolgsprodukt war. Für die deutschen Eisschnellläufer aber fällt das Fazit positiv aus. In besonderer Weise gilt das für Michelle Uhrig. Die 21-Jährige katapultierte sich bei den Veranstaltungen in Minsk, Klobenstein und Erfurt insgesamt achtmal aufs Podium, zuletzt beim Finale in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Hallle gab es nach den Rennen über 1500, 3000 m und beim Massenstart (natürlich auch aufgrund überschaubarer Teilnahmerzahlen) Blumen.

Junioren LHErfolgreiches Weltcup-Finale für die deutschen Junioren und ihre Betreuer. Foto: DESGphoto/Lars HagenEin Weltcup-Finale ist eine Herausforderung, vor allem für die Veranstalter. Das Team um Marian Thoms aber ist solche Aufgaben gewohnt: 135 Junioren-Sportler aus 17 Nationen brachten sich in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle in Form für die bevorstehende WM. Und als unerwartet noch ganze Sätze an Pokalen angefordert wurden - im Handstreich erledigt. Eine Belohnung: Erfurt resp. die DESG richten Ende Januar 2018 den letzten Eisschnelllauf-Weltcup vor den Winterspielen in Korea aus. Thoms befürwortet, ebenso wie Verbands-Vizepräsident Hubert Graf, diese Rotation der Wettbewerbe. Im Zusammenspiel mit Berlin, vor zwei Wochen Gastgeber des ISU World Cup. Deutschland verfügt über drei gute Indoor-Eisbahnen – und überall sollen die Weltbesten ihre Visitenkarten geben.

Massenstart WM ZDFMassenstart - Spektakel bei der WM. Foto: ZDFAm Sonntag blieben die Zuschauer bis zum Schluss in der olympischen Eisschnelllaufhalle: Sie warteten auf das Spektakel Massenstart über 16 Runden mit südkoreanischen Favoriten. Als ausgangs der vorletzten Runde die Niederländerin Irene Schouten bei einem ungeschickten Überholmanöver stürzte und Titelverteidigerin Ivanie Blondin (Kanada) mitriss, setzten die Vorjahreszweite Bo-Reum Kim und die Japanerin Nana Takagi zu einem mitreißenden Endspurt an. Kim kam als erstes über die Ziellinie und der WM-Gastgeber hatte sein langersehntes WM-Gold gewonnen. Claudia Pechstein erreichte mit dem Peloton als 11. das Ziel, Bente Kraus belegte wie im Vorjahr Rang 16.

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