170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

doreen_lambDoreen Lamb - Sprint-Hoffnung in Finnland. Foto: Gerd HeinzeSeinä… wie? In der finnischen Kleinstadt Seinäjoki finden am Wochenende die Junioren-Weltmeisterschaften im Eisschnelllauf statt. Voraussichtlich kein Vergnügen für die Athleten, wenn auch die Temperaturen am Freitag, mit Beginn der Titelkämpfe (bis Sonntag), deutlich ansteigen sollen: von bis zu 26 Grad minus auf dann nur noch einstellige Frostzahlen. Der 400-m-Eisring liegt im Freien, zwischen dunklen Wäldern und mit Blick auf eine Skischanze.

Anschtz_KleinDaniela Anschütz-Thoms, vor Jahresfrist Olympiasiegerin im Team Pursuit, hat jetzt für ein noch wichtigeres Goldstück zu sorgen: am frühen Morgen des 21. Februar kam Tochter Mia auf die Welt. Die junge Dame, die nun im Hause Anschütz-Thoms den Ton angibt, wiegt 3295 g und ist 47 cm groß. Wir wünschen der jungen Familie alles Gute.
Aika Klein plant den Rücktritt vom Rücktritt. Was am Samstag noch Spekulation war, am Sonntag wurde es Realität: Aika Klein kehrt ins deutsche Short Track Team zurück. Bereits seit einigen Wochen trainiert die 28-Jährige wieder mit der Mannschaft. Zuerst um, auf Wunsch der Trainer, ein bisschen Erfahrung ins junge Team zu bringen. Aus Spaß wurde Ernst – der findet seine Fortsetzung in der nächsten Saison auf den kurzen schnellen Runden.

slc_dpa_2011Patrick Beckert stürmt gen Podium.
Foto: dpa-picture alliance
Der junge Mann starrte auf die Anzeigentafel des Utah Olympic Oval – und staunte: 13:08,54 Minuten. Natürlich persönliche Bestzeit für Patrick Beckert (20), auch Deutscher Rekord über 10.000 m (einst: Tobias Schneider 13:16,36), den Teamkollege Marco Weber gerade erst auf 13:09,36 gedrückt hatte. „Jaaaa“, die Reaktion, „endlich konnte ich mein volles Potenzial abrufen“.
Summa summarum: Rang 4 in der A-Gruppe, nicht mehr weit vom Podium entfernt. Aber auch Weber und vorher Moritz Geisreiter (13:16,12) und Alexej Baumgärtner (13:20,96) sorgten am „Tag der Jugend“ (Bundestrainer Stephan Gneupel) für eine so nicht erwartete Renaissance der Marathon-Distanz. Frank Dittrich, einst einer der Schnellsten über 10.000 m, zeigte sich baff, outete sich aber dennoch als Verfechter einer künftigen Massenstartregel. „Das böte noch mehr Attraktivität.“

nochmal_aktionStephanie Beckert, 2. über 5000 m in Salt Lake CityFür DESG-Teamleader Helge Jasch war es „ein guter Tag“, beim vorletzten Saison-Weltcup in Salt Lake City. Das lag aber weniger an dem stahlblauen Himmel über der Olympiastadt von 2002 (+ 10 Grad) und dem superschnellen Eis – die Leistungen der deutschen Delegation sorgten für Vorfreude im Hinblick auf die WM. Über 5000 m ließ sich Stephanie Beckert in ganz starken 6:47,03 Minuten nur von Martina Sáblíková (6:42,66) übertrumpfen, die ihren Weltrekord um über zwei Sekunden verbesserte.

Angermueller_ActionOb Monique in Salt Lake City auch so schön jubelt?Salt Lake City, das Olympic Oval, hier wurde Geschichte geschrieben. Zum Beispiel bei den Winterspielen 2002 auf ultraschnellem Untergrund. „Das Eis hier ist wie ein Trampolin“, beschrieb Hollands Coach Gerard Kemkers die Bedingungen: acht der zehn Entscheidungen endeten mit Weltrekorden. Und Claudia Pechstein kehrte mit zwei Titeln (3000 m/ 5000 m) zurück, leider stand damals noch kein Team Pursuit auf dem Programm. Jetzt ist die Berlinerin zurück in Utah. Der Andrang der deutschen Presse in Erfurt war überwältigend, nun warten die internationalen Medien auf die Läuferin, deren Sperre beendet ist. Die Vorgabe: Sieg über 5000 m in der B-Gruppe, das wäre das Ticket zum Weltcupfinale zwei Wochen später in Heerenveen.

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