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Weiß-blauer Shorttrack-Himmel |
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Deutsche Shorttrackmeister: Torsten und Bibi. Foto: DESG-PresseIm Münchner Olympiapark tummelten sich die letzten Sonnenanbeter unter weiß-blauem Spätsommerhimmel. In der Eishalle versammelten sich die Insider des deutschen Shorttracks zum ersten Härtetest und Formcheck der Saison. Nach zwei anstrengenden Wettkampftagen ließen sich Bianca Walter (Dresden) und Torsten Kröger (Rostock) als Traumpaar der Kufenflitzerszene feiern. Überlegen gewannen die beiden das Punkteklassement nach drei Strecken. Bibi gelang dabei ein lupenreiner Hattrick. Am 2. Tag setzte sie ihre Siegesserie über 500 und 1000 m fort. Torsten ließ auf der 111 m-Bahn ebenfalls nichts anbrennen – in Abwesenheit von 1500 m-Sieger Paul Herrmann, der aufgrund einer Erkältung ebenso passen musste, wie Robert Becker. „Keine Alarmglocken, es ist einfach besser, wenn sich Paul im Hinblick auf die bevorstehenden Weltcups erholt“, so Bundestrainer Mike Kooreman.
Als die 22-jährige Bianca Walter zum Schluss auch noch den Staffel-Wettbewerb für ihr Team entschied, fühlte sie nur noch ganz schwere Beine. Kein Wunder, denn in der Vorbereitung war sie erst mit großer „Verspätung“ aufs Eis gekommen. Vier Monate hatte der erste (Grund-)Lehrgang in Bad Endorf zur Polizeimeisterin gedauert. DESG-Teamleader Helge Jasch betreute die Sächsin quasi täglich, kümmerte sich um die Umsetzung des von Coach Kooreman ausgearbeiteten Trainingsplanes. „Ein Glücksfall für mich, so unterstützt zu werden“, blickt Bianca auf anstrengende Wochen in Bad Endorf zurück. Vor der bevorstehenden Weltcup-Saison meint sie bescheiden: „Ich hoffe einfach in meiner Entwicklung nun nicht einen Schritt zurück zu machen.“ Auch hinter Torsten Kröger liegen lehrreiche Wochen abseits des normalen Shorttrack-Trainings. Der 25-Jährige beendete seine Ausbildung zum Feldwebel mit einem achtwöchigen Lehrgang in Hannover. „Das ging direkt nach der letzten Saison los, ohne jeden Urlaub. Den Spaß und die Motivation für das neue Jahr aber konnte ich mir anschließend noch holen.“ Seine Ziele sind klar umrissen. „Ich hoffe, bei den Weltcups auf einige B-Finale. Ich habe viel gearbeitet und vor allem im Kopf den Leistungssprung der letzten zwei Jahre gut verarbeitet.“ Flankiert wurde das Meisterpaar bei den „Deutschen“ auch von zahlreichen Youngsters, die Bundesrainer Mike Kooreman optimistisch in die Zukunft blicken lassen. Eher unerwartet auf dem Treppchen dagegen Tina Grassow (24), die ihr Comeback (nach dem Rücktritt 2009) mit Platz zwei in der Gesamtwertung krönte.
Ergebnisse: http://www.shorttrackonline.info/live.php?comp=800
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