Wenn man so will, kommen die Shorttracker in der Welt ganz schön rum. Weltcup-Auftakt in Utah (Salt Lake City) und Québec (Montréal). Weiter zieht die Kurvenflitzer-Karawane am Monatsende nach Asien: erst Nagoya, Japans viertgrößte Stadt, dann in die chinesische Weltmetropole Shanghai. Am 29. November beginnt der zweite Weltcup-Block im Land der Aufgehenden Sonne. Viel dürften die Skater von den Sehenswürdigkeiten - oder besser – den menschenüberflutenden Straßen allerdings nicht sehen. Das Programm ist eng gestrickt. Und allein die Größe der Gaststädte (Nagoya hat 2,5 Millionen Einwohner, Shanghai 15 Millionen) lädt eher nicht zum Shoppen ein. Also Konzentration aufs Eis für die DESG-Starter von Bundestrainer Stuart Horsepool. Denn es gilt, die Erfahrungen von Nordamerika umzusetzen.

Die Geschäfte der DESG werden aktuell von Uwe Rietzke (1. Vizepräsident) und Dieter Wallisch (Schatzmeister) als Doppelspitze geführt. Das gab das Präsidium, gemäß § 8 Ziffer 5, zur Position des Verbandspräsidenten bekannt. Im Moment finden Gespräche mit möglichen Kandidaten statt, mit denen die vakanten verantwortungsvollen Positionen im Interesse der DESG und ihrer Mitglieder bis zur Wahl im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung im Jahr 2020 kommissarisch tätig werden können. Diese Vorgehensweise erfolgt auch in enger Abstimmung mit den Vertretern der Landesverbände. Um die vorliegenden Aufgaben meistern zu können, wird die Unterstützung aller Mitglieder des Verbandes ein wesentlicher Bestandteil sein müssen.

TrainerausbildungAbsolventen der DESG-Lizenzausbildung. Foto: DESGMit den Prüfungslehrgängen im Oktober wurden die Ausbildungsgänge für die DESG-C Lizenz und die DESG-A Lizenz für das Ausbildungsjahr 2019 beendet.

Insgesamt 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 10 verschiedenen Vereinen trafen sich im Frühjahr, Sommer und Herbst für die jeweils 3 bis 5-tägigen Präsenzphasen der Ausbildung. Zwischendurch standen die Beschäftigung mit Lehrmaterial und Rahmentrainingskonzeption, die Erarbeitung kleiner praxisbezogener Aufgabenstellungen und mehrere Hospitationen bei erfahrenen Trainerkollegen und -kolleginnen auf dem Programm. Auch eine schriftliche Hausarbeit wurde gefordert und erfolgreich bewältigt.

Nach dem positiven Abschluss der ersten Internationalen Deutschen Meisterschaften in Inzell erfolgten auf Grundlage der sportlichen Ergebnisse die Mannschaftsnominierungen.
Zudem hat die DESG auch eine wichtige Entscheidung im Hinblick auf den Betreuereinsatz in der Deutschen Eisschnelllauf-Nationalmannschaft getroffen.
„Der sportliche Fokus innerhalb unserer Eisschnelllauf-Nationalmannschaft in Vorbereitung auf und während der anstehenden Weltcup-Wettbewerbe muss trotz der aktuellen verbandspolitischen Situation zu 100 Prozent gewährleistet sein.
Die teilweise unsachgemäßen und dadurch verbandsschädigenden medialen Aussagen von Herrn Matthias Große gegen unsere aktuelle leistungssportliche Verbandsstrategie sind dabei nicht förderlich. Wir sehen uns entgegen der Äußerungen mit einem starken Betreuerteam auf dem richtigen Weg in der sportlichen Entwicklung unseres Verbandes.“

2019 11 10 3154Stefan Emele mit seiner DM-Goldmedaille. Foto: DESGphoto/Lars HagenGelegentlich klingt es wie ein Zauberwort. Inline-Speedskating. Es gibt Dutzende von Beispielen, wie die Jungs und Mädels mit den Rollen unter den Schuhen aufs Eis gewechselte sind – und dort relativ schnell Erfolge einheimsten. Ob Shani Davis, Vanessa Herzog, Francesca Lollobrigida oder Bart Swings, eine schier endlose Reihe. Jetzt sorgten die Internationalen Deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften für ein Signal auf hiesigen Bahnen. Mit Josie Hofmann und Stefan Emele holten sich zwei Ex-Skater den Titel auf den Kufen. Die 22-Jährige vom Eissportverein Erfurt im Massenlauf, der 23-jährige Hesse überraschte auf den 1500 Metern mit dem Gold-Coup.

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