Daan RottierIm Meiji Hokkaido Tokachi Oval: Daan Rottier, das neue Gesicht im Weltcup-Team. Foto: DESGDie ellenlange Reise, via Tokio, Sapporo und noch Stunden mit dem Bus verdauen – dann den Jetlag wegstecken. Das waren die Umstände, die Team GER vor dem Eisschnelllauf-Weltcup-Auftakt in Obihiro zu verkraften hatte. Angenehm: gepflegtes Essen, kurze Wege vom Hotel in die Halle. Alle aus dem elfköpfigen DESG-Aufgebot sind wohl auf. Es kann losgehen (am Freitag). “Die Mehrheit unserer Sportler läuft in der B-Gruppe und hat international noch viele Schritte zu gehen,” so Erik Bouwman, nach den Deutschen Meisterschaften für die Nominierung mitverantwortlich. Er ordnete die DM-Leistungen als ”positiv” ein, “das allgemeine Niveau wurde angehoben und dennoch gibt es noch viel Luft nach oben und das ist auch notwendig.”

StarterlehrgangTeilnehmer Starterlehrgang in InzellDie Starter der Bahnen von Berlin, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Inzell, München und Zürich haben sich vom 9.-11. November 2018 zu ihrem nationalen DESG-Starterlehrgang Eisschnelllauf in der Inzeller Max-Aicher-Arena getroffen.
Neben einem Austausch über die Erfahrungen in der vergangenen Saison sowie einer Wiederholung der wichtigsten Regeln für den Eisschnelllauf-Start, standen insbesondere praktische Übungen auf dem Lehrplan.

Der gleichzeitig stattfindende Frillensee-Cup mit 150 Sportlern aus acht Nationen, bot hierbei den idealen Rahmen, um sowohl den Neulingen wie auch den "Alten Hasen" eine umfassende Praxisausbildung zu ermöglichen.

Anna SilberAnna Seidel läuft auf Platz 2 in Salt Lake City. Foto: J.ZimmermannDas Utah Olympic Oval erwies sich als ideales Pflaster für Anna Seidel – auf dem Weg zurück in die Shorttrack-Weltspitze. Beim ersten Anlauf Richtung Podium schob sie sich bis ins B-Finale des Weltcups von Salt Lake City über 1500 m. Dann folgte eine beeindruckende Serie über die 1000-m-Duistanz, die sie auf den Silberrang katapultierte. Platz 1 im Viertel- und Semifinale brachten die 20-jährige Drednerin in den Endlauf. Dort unterlag sie beim Zielsprint hauchdünn nur der gleichaltrigen Kanadierin Alyson Charles, die vor ihrem ersten Weltcupcoup sogar den Umweg über die Hoffnungsläufe nehmen musste. Anna fehlten am Ende gerade drei Tausendstelsekunden. “Ich bin superhappy. Die Siege im Viertel- und Halbfinale hatten mich zusätzlich motiviert und einen weiteren Schub Selbstvertrauen beschert. Das Finale bin ich dann etwas vorsichtiger angegangen – ich war noch nie in der Situation, die Nummer 1 anzugreifen. Deshalb bin ich mit Silber hochzufrieden. Und es ist noch Luft nach oben.”

20181021 095021Teilnehmer Schiedsrichterlehrgang in ErfurtKurz vor dem Start in die neue Eisschnelllauf-Saison 2018/ 19 sind die DESG-Schiedsrichter noch einmal in Erfurt zusammengekommen. Unter der Leitung von Melanie Symalla erhielten die Teilnehmer eine Zusammenfassung der aktuellen Regeländerungen und einen Einblick in den ISU- und DESG-Wettkampfkalender für die anstehende Saison. Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda war der Vortrag über die Aufgaben und Rechte eines Schiedsrichters. Gruppenarbeiten, Videoauswertungen und Testaufgaben aus der Praxis rundeten den gelungenen Workshop ab.

Melanie Symalla konnte zusätzlich viele nützliche Hinweise und Tipps aus dem internationalen Schiedsrichterwesen weitergeben, die sie erst kürzlich auf einem Lehrgang der ISU (International Skating Union) in Rom erworben hatte.

Die DESG-Schiedsrichter sind somit gut gerüstet für die anstehenden nationalen und internationalen Wettkämpfe.

Calgary bat zum ersten Shorttrack-Weltcup des Winters – und das kleine Team der DESG kam bis ins Finale. Das gilt zumindest für Anna Seidel. Über 1500 m kämpfte sich die Drednerin Runde für Runde nach vorne – und stand mit sechs Konkurrentinnen im Endlauf. Platz 6, ein wirklich gutes Ergebnis beim Auftakt in Kanada. Daniel Zetzsche, der die deutschen Kurvenflitzer betreute: „Sie hat genau die Dinge umgesetzt, die in der Trainingsphase wie den Vorbereitungswettkämpfen Bestandteile waren. Dh. Rennen von der Spitze zu laufen, selbst das Tempo zu bestimmen. Im Finale passierten zwei kleine Kollisionen – und der Tank war etwas leer. Da gilt es, körperlich robuster im Rennen zu werden.“

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