what_happened_JennyAbhaken, weitermachen. Jenny Wolf und Helge Jasch. Foto: DESG-PresseAuf Platz 2 vor dem letzten Rennen, weitere 1:19 Minuten später (nur) Achte. Aber Jenny Wolf vermochte schnell mit der ersten Enttäuschung nach der Endabrechnung bei der Sprint-WM in Heerenveen fertig zu werden.

„Da habe ich schon Schlimmeres erlebt. Es gibt immer Höhen und Tiefen.  Und dass ich über 1000 Meter durchgereicht werde, kann passieren.  Dann ist es auch egal, ob man Vierte oder Achte wird.“ Eigentlich hatte die Berlinerin im letzten Paar des WM-Wettbewerbs bei den Damen – gegen die überragende und spätere Weltmeisterin Christine Nesbitt – noch mit Edelmetall gerechnet, doch ein holpriger Start kostete viel Kraft, die auf der letzen Runde fehlte.
Kein Beinbruch. Das Ziel heißt ohnehin Sprint-WM in Inzell. Bei ARD, ZDF, den Rundfunksendern und den schreibenden Medien stand die Weltrekordlerin geduldig Rede und Antwort. Die Journalisten entwickelten fast Mitleid mit der knapp Gescheiterten („ist das nicht hart?“), Jenny Wolf kann mit der Situation und nur 1:19.07 Minuten umgehen. Sie weiß um die Defizite bei der Vorbereitung aufgrund muskulärer Probleme – im Jahr nach Olympia soll und kann der Körper nicht nonstop gefordert werden. Und: Wolf gewann zwei Strecken, nur die Punkteaddition sprach gegen sie.
Judith Hesse verpasste die Top Ten als Elfte um weniger als einen Wimpernschlag: der Bruchteil einer Sekunde fehlte. Nach einem couragierten Lauf in 1:17.98. Den hatte auch Gabriele  Hirschbichler zum Abschluss in 1:18.38 gezeigt: Platz 21 nach vier Entscheidungen bei ihrer WM-Premiere.