Gabi Hirschbichler deJongGabi Hirschbichlers Formkurve zeigt weiter nach oben. Foto: Martin de JongEine Premiere läutet den Start ins Eisschnelllauf-Jahr 2018 ein. In Kolomna bei Moskau, schon mehrfach Gastgeber für kufenscharfe Wettkämpfe, bittet die ISU zur ersten Einzelstrecken-Europameisterschaft (vom 5. – 7. Januar). Bisher war der Titel den Mehrkämpfern vorbehalten, jetzt winken EM-Medaillen auch über 500 m, 1000 m, 1500 m, 3000 bzw. 5000 m, Massenstart, TeamPursuit und Team Sprint. Sicherlich ein medialer Mehrwert für die Branche, in der olympischen Saison aber eher nicht der “Burner”. Abgerechnet wird im Feburar bei den Winterspielen. In Russland kann man sich jedoch zusätzliches Selbstvertrauen für Südkorea holen.

Das gilt auch für die DESG-Delegation. Nico Ihle, Joel Dufter, Roxanne Dufter, Gabi Hirschbichler und Michelle Uhrig bilden das deutsche EM-Quintett, das seine Olympia-Tickets bereits in der Tasche hat. Claudia Pechstein hatte frühzeitig auf einen Start verzichtet, ebenso Patrick Beckert. Moritz Geisreiter, zunächst im Aufgebot, musste aufgrund einer Erkältung passen, dem jungen Vater Hubert Hirschbichler fehlten einige Trainingseinheiten 

Nico Ihle, der in Fachkreisen durchaus als Aspirant für ein EM-Stockerl im Sprint (nur ein Lauf) und über 1000 Meter gilt, sieht in der EM-Premiere eine weitere Startgelegenheit mehr, um der Olympia-Form näher zu kommen. Joel Dufter, beim Übersee-Weltcup erkrankt, hat auf dem glatten Parkett im Kolomna Skating Center quasi Nachholbedarf. Die Damen werden außer auf den Einzelstrecken auch im Team Pursuit zum Einsatz kommen.

Bundestrainer Jan van Veen sagt: “Auch wenn wir die EM aus dem Training heraus in Angriff nehmen, geht es hier um Titel. Da will jeder gut laufen. Und dann mit einem entsprechenden Gefühl die weitere Vorbereitung in Angriff nehmen. Wir brauchen internationale Vergleiche, das ist auch gut für den Kopf.”

Direkt nach der EM steht die nächste Trainings-Maßnahme auf dem Programm: in der Höhe von Klobenstein/Südtirol. Zwischendurch nehmen die DESG-Skater in München ihre Kleidung für die Winterspiele entgegen.