JWM STDas Juniorenteam bei der Shorttrack-WM in Polen. Foto: TeamShort Track im März. Kein einfaches Unterfangen, wenn beim Saison-Highlight in Polen rekordverdächtige Teilnehmerfelder bei den Junioren-Weltmeisterschaften am Start stehen. Jeweils 80 Aktive bei den Jungs, über 70 bei den jungen Damen. Darunter Top-Stars mit frischem Lorbeer. Die aus Ghana stammende Amerikanerin Maame Biney (18) hatte gerade bei den Olympischen Spielen einen starken 14. Platz über 500 m herausgelaufen. Jetzt holte die frühere Eiskunstläuferin – erwartungsgemäß – Gold beim Showdown des Nachwuchses.

Die sechsköpfige DESG-Delegation hielt sich besser als erwartet – und gewann einige Plätze im Vergleich zu den vergangenen Titelkämpfen. Adrian Lütke (19) aus Rostock holte die Plätze 11 (500 m) und 17 in der Dreistrecken-Addition. Luca Löffler (Oberstdorf) belegte Rang 25. In der Team-Verfolgung kämpfte sich die Staffel ins Viertelfinale, bis ein Sturz nach 12 Runden die Hoffnungen begrub.

Bei den Mädels gelang Gina Jacobs aus Dresden die beste Platzierung mit dem dem 13. Rang im 1000 m-Rennen. Aufgrund eines Penalties über 1500 m konnte die 19-Jährige aber keine Punkte für das Gesamtranking einfahren. “Küken” Anna Beiser (17) aus Oberstdorf konnte über 1500 m (29.) und 500 m (30.) andeuten, dass mit ihr in Zukunft zu rechnen ist. Und schon ging es zurück: per Bus aus Polens neuem Eis-Eldorado in Tomasuzow Mazowiecki retour nach Elbflorenz. In Erinnerung blieb bei den beiden Coaches Johannes Markert und Arian Nachbar vor allem der südkoreanische Rundumschlag auf allen WM-Einzelstrecken bei den Herren. Mit einem Podestplatz gaben sich die Asiaten auf keiner Einzeldistanz zufrieden. Der Nachwuchs aus den Land der Morgenstille machte in Polen an jedem Nachmittag odentlich Radau. Beindruckend, aber nicht unerwartet. Short Track ist die absolute Nummer 1-Sportart im Winter, das hatten die Games in Gangneung gerade eindrucksvoll dokumentiert.