Sevilla 2018DESG-Delegation in Sevilla 2018. Samuel Schwarz, Stefanie Teeuwen, Uwe Rietzke, Hubert Graf. Foto: DESGDer 57. ISU-Kongress in Sevilla stellte die Weichen für Änderungen im Eisschnelllauf-Regelwerk - und sorgte auch für wichtige Personalrochaden. Der DESG, vertreten durch eine Delegation um Präsidentin Stefanie Teeuwen, ging es darum, im Weltverband Präsenz zu zeigen und auf deutsche Themen hinzuweisen.

„Das war eine interessante Woche mit zahlreichen neuen Ansätzen“, so das Fazit von Stefanie Teeuwen. Christian Breuer stand nach acht Jahren in der Technischen Kommission der ISU aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl. "Wir bedanken uns bei ihm für seine Tätigkeit im internationalen Verband." Aus diesem Grund wurde Samuel Schwarz gefragt, ob er für diese Position kandidieren möchte. Nach ausgiebigen Informationen über die Aufgaben in diesem Amt gab der 34-jährige Berliner, der zwei Weltcupsiege über 1000 m (Obihiro/Harbin) feierte und Olympia-Fünfter in Sotschi war, seine Zustimmung.

Er erhielt bedauerlicherweise nicht ausreichend Stimmen, um Sitz und Stimme in der Technischen Kommission zu erzielen.

„Nach einer dreijährigen Auszeit vom Eisschnelllaufen habe ich mich gerne für das Ehrenamt zur Verfügung gestellt“, so Schwarz. Schon den Erfahrungs-Austausch mit den ISU-Mitgliedern beim Kongress in Andalusien empfand er als „spannend“ und lehrreich. Sich international zu positionieren, hält Samuel Schwarz, dessen interne Duelle mit Nico Ihle beide Sportler puschte, für unabdingbar. Dafür stehe er auch künftig „gerne bereit.“

An der Spitze des Weltverbandes bleibt – für die kommenden vier Jahre - weiterhin der Niederländer Jan Dijkema (71). Für den Bereich Short Track fungiert DESG-Ex-Kurvenflitzer Christoph Milz als Aktivenvertreter in der TK des Weltverbandes, Reinier Oostheim (Obmann des Baden-Württembergischen Eislaufverbandes) gehört seit Jahren der Short Track Kommission an und wurde erneut in diese Kommission gewählt.