Halle TomazowGanz neu: Die Halle in Tomaszow.
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“Wenn das Eis schnell ist, motiviert das jeden Sportler”, weiß Daan Rottier, der die deutschen Eisschnellläufer auch beim dritten Weltcup in Polen betreut. Aber noch sind die Bedingungen in Tomaszow Mazowiecki nicht so optimal. Die Feuchtigkeit von draußen zieht nach Innen und erschwert das Skaten für alle. “Aber die Athleten sind gut drauf und wir hoffen auf Fortschritte” berichtet der Niederländer aus dem deutschen Quartier.

Ausnahme Claudia Pechstein, die aufgrund von Rückenbeschwerden, die sie schon vor und während der DM in Inzell massiv behindert hatten, noch nicht weiß, ob ein Start am Sonntag über “ihre” 5000 Meter überhaupt möglich ist.

Auch für Patrick Beckert heißt es Luft holen für die längste Distanz. 10 000 Meter, die nicht enden wollen – und doch eine Paradestrecke des Thüringers sind. 2017 hatte er bei der WM in Südkorea die Bronzemedaille gewonnen, bei den Winterspielen dann Rang 7 erreicht. Die nacholympische Saison begann mit Rang 4 über 5000 m in Obihiro gut.

Die schnellen Jungs mögen flottes Eis. Und die 1000 m (am Freitag) sind für Nico Ihle und Joel Dufter (den der Jetlag nach dem Asien-Trip doch mitgenommen hatte) das Maß aller Dinge. Am Schlusstag möchte das Duo, dann ergänzt durch den couragierten Newcomer Hendrik Dombek nochmals im Team Sprint etwas probieren. Bisher hatte die Aufstellung Dombek, Ihle, Dufter gelautet, dann (auf der Freiluftbahn von Tomakomai) Ihle, Dombek, Dufter. Jetzt erwägt das Betreuerteam der DESG eventuell eine dritte Variante.

Tomaszow Mazowiecki meint es sonst ziemlich gut mit den Weltcupstartern aus aller Welt. Alles schön neu hier, vor einem Jahr eröffnet, erinnert die Unterkunft Rottier an das liebgewonnene Kienbaum (östlich von Berlin). Kraftraum, Laufhalle, bestens vorhanden. Vor zwei Wochen hatten hier schon die weltbesten Junioren ihr Stelldichein gegeben. Und zumindest beim ISU-Weltcup erwartet man “Bahnrekorde in der Arena Lodowa”.