“Das war ein guter Lauf, am Ende aber leider knapp am Podium vorbei”, so der erste Kommentar von Patrick Beckert nach seinem beherzten Einsatz über 10 km. 9/10 Sekunden fehlten dem Thüringer zum Podest. Platz 4 wie in Obihiro über 5000 m. Aber das bedeutet auch: es läuft bei Patrick, der das direkte Duell mit Sverre Lunde Pedersen (Norwegen) dominiert hatte. “Die Form stimmt. Das ist das Wichtigste für die WM.” Auf weichem Untergrund hatte der 28-Jährige sein Rennen mit einer 31-Runde beendet, ein Niederländer und zwei russische “Sputniks” waren um einen Deut schneller.

Claudia Pechstein musste ihren enormen Rückenbeschwerden Tribut zollen. Aber die 46-jährige Berlinerin wagte den Start und nahm, nach Rang 11 über die 5000 Meter, vor allem viele Genesungswünsche aus Polen mit. Beeindruckend, wie die niederländische Olympiasiegerin Esmee Visser, von Statur ein Eisfloh, die Arena Lodowa rockte, ihr kamen die Verhältnisse auch sehr entgegen. Im B-Rennen hatte Roxanne Dufter eine neue persönliche Bestzeit auf der von ihr selten gelaufenen langen Strecke aufgestellt. Damit war der Sturz vom Samstag über 1500 m einigermaßen abgehakt. Ihr Bruder Joel nahm keine guten Erinnerungen aus dem “Blech-Palast” von Tomaszow Mazowiecki mit. Schon vom Jetlag nach dem Asien-Trip geschwächt, kamen in der Nacht vor dem Team Sprint Übelkeit und Erbechen hinzu. Virus oder ein Problem mit den Lebensmitteln, dass ist noch zu klären. Aber: die DESG-Sprinter mussten tatenlos zuschauen, als sich die Konkurrenten duellierten. Immerhin: der WM-Start im Team Sprint ist nicht gefährdet. “Das wussten wir schon vor dem ersten Start”, so Coach Daan Rottier, dem die schwierigen Verhältnisse zu denken gaben. “Die Zeiten waren kaum besser als auf der Freiluftbahn von Tomakomai.” Alles andere als ideal.

Via Amsterdam geht es jetzt direkt weiter nach Heerenveen, der vierten Weltcup-Station. In Thialf erwarten die Eisschnellläufer ab Freitag sicherlich bessere Bedingungen. In Friesland hatten an diesem Wochenende die deutschen Shorttracker ihre Visitenkarten abgegeben. Beim StarClass-Wettbewerb nutzten viele DESG-Kurvenflitzer die Startmöglichkeiten, den gleichzeitigen Weltcup in Almata hatte man frühzeitig aus dem Programm gestrichen. Der Rostocker Adrian Lüdtke gewann überlegen die Drei-Strecken-Gesamtwertung, Platz 3 erreichte Christoph Schubert. Bei den Damen ging Silber in der Overall Classification an Gina Jacobs aus Dresden.