Nico Inzell 2Nico Ihle. Noch einmal richtig reinklotzen. Foto: CEPixShowdown in der Olympiastadt von 2002. Mit dem Weltcupfinale in der Kapitale des Mormonenstaats, einer pickfeinen Stadt, zwischen Rocky Mountains und dem Großen Salzsee gelegen. Das Wichtigste: das schnelle Eis des Utah Olympic Oval von Kearns bietet die ideale Plattform für die letzten schnellen Eisschnelllauf-Runden im nacholympischen Winter. Als Bonus winken ordentliche Preise, ausgeschüttet von der ISU. Die Gesamtsieger der einzelnen Disziplinen erhalten


15 000 Dollar, für Einzelerfolge in Salt Lake City winken jeweils 5000 $. Das könnte ausreichen, um sich nach einem intensiven Shopping im City Creek Center, gleich neben dem historischen Temple Square, in den Eis-Urlaub zu verabschieden.

Für die DESG konnten sich vier Athleten aufgrund ihres Rankings qualifizieren. Nico Ihle und Joel Dufter stehen über 1000 m am Start, als Sechster resp. Achter der Streckenwertung des Winters, der Chemnitzer könnte zudem im Sprint (zwei Läufe) über die Reservewertung zum Einsatz kommen. Patrick Beckert katapultiert sich von Position 5 in den finalen 5000-m-Lauf. Vielleicht lacht dem Erfurter nach dem Pech (2 Tausendstelsekunden) bei der WM in Inzell diesmal die Glücksgöttin, mehr als verdient wäre das. Claudia Pechstein beendet ihre Saison mit Auftritten über 5000 m (Weltcup-10.) und im Massenstart (6.). Auf Facebook überlegt die 47-Jährige, die 2002 in Salt Lake Gold über 3000 m und 5000 m gewann: „Was meine Beine noch hergeben“, die Saison war ellenlang und geprägt von Problemen mit dem Rücken. Roxanne Dufter „lauert“ noch via Reserveliste auf die letzten Countdowns.

Dann geht es über den Großen Teich heimwärts. Ende Oktober hatte die Saison begonnen – eigentlich müssten alle Kufen längst „ausgefranzt“ sein – oder der körperliche Akku leer. Zeit zum Luftholen und Analysieren ist angesagt.