NLD 0249 DESG Stephanie Beckert dec. 2018 MdJTschüss Stephi und vielen Dank! Foto: Martin de JongDie dreifache olympische Medaillengewinnerin Stephanie Beckert setzt einen Schlussstrich unter ihre bemerkenswerte Karriere auf den Kufen. „Es ist auch wichtig, die Zeichen des eigenen Körpers zu erkennen und zu akzeptieren“, schreibt „Stephi“ auf ihrer Facebook-Seite. Zahlreiche Verletzungen hatten die 31-jährige Erfurterin auch im letzten Winter zu Pausen gezwungen, unzählige ärztliche Visiten verhinderten einen neuen Formaufbau.

2010 in Vancouver hatte Stephanie Beckert ein grandioses Highlight erlebt. Silber über 3000 und 5000 m, der Olympiasieg im Team Pursuit: Szenen für die Ewigkeit. „Dieser Moment auf dem Podium bleibt für mich unvergessen“, blickt sie zurück. Hinzu kamen drei WM-Silbermedaillen und sieben Weltcupsiege. Über 3000 m ist sie aktuelle deutsche Rekordhalterin in 3:56,80 Minuten. Bei den letzten nationalen Meisterschaften in Inzell konnte sie sich nochmals für das Weltcupteam der DESG empfehlen, aber dann stoppten gesundheitliche Probleme einmal mehr ihren Tatendrang. „Nun freue ich mich auf die Zeit danach“ so ihr Ausblick auf den nächsten Lebensabschnitt.

DESG-Präsidentin Stefanie Teeuwen: „Der Verband bedauert den Entscheid von Stephanie Beckert, dass sie mit dem Eisschnelllauf aufhört.

Wir haben sie als eine sehr gewissenhafte und willensstarke Sportlerin kennenlernen dürfen. Sie war für viele Jugendliche ein Vorbild, dass man mit der richtigen Einstellung auch vieles erreichen kann. Trotz mehrfachen gesundheitlichen Rückschlägen kämpfte sie sich immer wieder zurück.

Ich, das Präsidium und die ganze DESG wünschen ihr für ihre Zeit nach dem Eisschnelllauf alles Gute und hoffen, dass sie in irgendeiner Art und Weise unserem Sport erhalten bleibt.“