TeamsprintNico Ihle, Hendrik Dombek und Joel Dufter im Teamsprint. BildschirmfotoDaan Rottier brachte die Wind-Lotterie von Tomakomai auf folgenden Punkt: “So eine Freiluftbahn war für viele etwas Neues, aber nicht immer der/die Beste hat gewonnen.” Vor allem der Wind machte den Weltcup-Startern zu schaffen und sorgte für ungleiche Bedingungen. Beispiel 5000 m der Herren. Bart Swings (Belgien), ganz zu Beginn gestartet, siegte. Ein Überflieger wie Ted-Jan Bloemen (Kanada), der in Calgary Superbedingungen gewohnt ist, erhielt die Rote Laterne. Patrick Beckert wurde Achter über 5000 m und postete spontan auf Facebook: “Solides Rennen unter diesen Bedingungen abgeliefert (Wind und Regen).” Im letzten Paar kämpfte Felix Maly gegen die Naturgewalten, für Daan Rottier eine “starke Leistung” (6. In der B-Gruppe). Bei den 3000 m der Damen sicherte sich Claudia Pechstein als Neunte, mit einer guten Zeit, den Platz in der A-Gruppe für das 5000-m-Rennen beim nächsten Weltcup in Polen. Und bestätigte im Massenlauf mit couragierten Aktionen ihre absolute Fitness, wie Rottier betont. Ihm fiel aber auch die ansteigende Form von Roxanne Dufter auf.

Tomakomai im SchneeTraining im Schnee von Tomakomai.
Foto: DESG
Warum nicht? Der Weltverband ISU schickt seine Eisschnellläufer “Back to the roots”. Mit anderen Worten, auf der zweiten Asien-Station in Tomakomai, der größten Hafenstadt auf der Insel Hokkaido, fehlt das (schützende) Dach. Die Open-Air-Bahn ist mittlerweile eine ungewöhnliche Herausforderung für die Skater, zumindest auf höchstem Niveau. Nico Ihle aber freut sich über die Abwechslung. “Da ich in Chemnitz häufig auf einer Freiluftbahn trainere, könnte es ein Vorteil sein.” Und er berichtet von oft schwierigen Verhältnissen bei Regen und Windböen, wenn der Kufeneinsatz mehr körperlichen Aufwand erfordert. Das kann der Fünfte des ersten 500-m-Weltcups wie wenige andere.

Das Podium um zwei Hundertstelsekunden verpasst, mehrere Top-Ten-Resultate: die deutsche Eisschnelllauf-Delegation erlebte beim Weltup-Start in Japan deutlich mehr positive Momente als erwartet. Bei den Winterspielen klar an den Medaillen vorbeigelaufen, nahmen die DESG-Sportler, allen voran die Jungs, deutlich Kontakt zur Weltspitze auf, die in der stets bestens besuchten Hokkaido-Halle mehr als prominent vertreten war.

Daan RottierIm Meiji Hokkaido Tokachi Oval: Daan Rottier, das neue Gesicht im Weltcup-Team. Foto: DESGDie ellenlange Reise, via Tokio, Sapporo und noch Stunden mit dem Bus verdauen – dann den Jetlag wegstecken. Das waren die Umstände, die Team GER vor dem Eisschnelllauf-Weltcup-Auftakt in Obihiro zu verkraften hatte. Angenehm: gepflegtes Essen, kurze Wege vom Hotel in die Halle. Alle aus dem elfköpfigen DESG-Aufgebot sind wohl auf. Es kann losgehen (am Freitag). “Die Mehrheit unserer Sportler läuft in der B-Gruppe und hat international noch viele Schritte zu gehen,” so Erik Bouwman, nach den Deutschen Meisterschaften für die Nominierung mitverantwortlich. Er ordnete die DM-Leistungen als ”positiv” ein, “das allgemeine Niveau wurde angehoben und dennoch gibt es noch viel Luft nach oben und das ist auch notwendig.”

StarterlehrgangTeilnehmer Starterlehrgang in InzellDie Starter der Bahnen von Berlin, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Inzell, München und Zürich haben sich vom 9.-11. November 2018 zu ihrem nationalen DESG-Starterlehrgang Eisschnelllauf in der Inzeller Max-Aicher-Arena getroffen.
Neben einem Austausch über die Erfahrungen in der vergangenen Saison sowie einer Wiederholung der wichtigsten Regeln für den Eisschnelllauf-Start, standen insbesondere praktische Übungen auf dem Lehrplan.

Der gleichzeitig stattfindende Frillensee-Cup mit 150 Sportlern aus acht Nationen, bot hierbei den idealen Rahmen, um sowohl den Neulingen wie auch den "Alten Hasen" eine umfassende Praxisausbildung zu ermöglichen.

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