Patrick Beckert CEPatrick Beckert - Finale möglich?
Foto: CEPix
Zwei Highlights beschließen den nacholympischen Eisschnelllauf-Winter - und das verspricht zum Saisonende sogar die schnellsten Zeiten überhaupt. Calgary richtet am Samstag und Sonntag die Mehrkampf-WM aus, eine Woche später bittet Salt Lake City zum Weltcupfinale, nirgendwo auf der Welt sind schnellere Runden möglich als auf den nordamerikanischen Bahnen in über 1000 m Höhe.

MDJ 3548 ISU World Sprint Speed Skating Championships Thialf 240219 MdJ bearbGabis letzte Runde. Foto: Martin de JongDas beste Rennen hatte sich Nico Ihle bei der Sprint-Weltmeisterschaft bis zum Schluss aufbewahrt. Im zweiten 1000 m-Lauf musste der Chemnitzer gegen den Lokalmatador, Doppel-Olympiasieger Kjeld Nuis, antreten. Die 10000 Zuschauer in der ausverkauften Thialf-Eisschnelllaufhalle von Heerenveen feuerten ihren Liebling frenetisch an und motivierten damit auch Nico. “Ich wusste, dass ich die ersten 600 Meter gegen Kjeld führen konnte. Ich habe es noch nie erlebte, dass das Publikum so laut war.” Überrascht war er, dass er trotz des Abstands im Zieleinlauf hinter dem Niederländer in 1:08,76 Minuten eine Heerenveen-Bestzeit aufgestellt hatte. Das bedeutete Platz vier auf dem zweiten Kilometer. “Der Unterschied zwischen Kjeld und mir ist, dass er in der Position besser läuft. Kraftunterschiede sehe ich nicht”, analysierte Ihle.

Joel Inzell CEJoel Dufter in illusterer Sprinter-Runde.
Foto: CEPix
Die Weltelite der Sprinter trifft sich einmal mehr in Heerenveen, dem Mekka des Eisschnelllaufens. Zum siebten Mal richtet Thialf am Samstag und Sonntag die WM der Schnellsten aus, es sind die 50. Titelkämpfe mit der Lizenz zum Höchsttempo. Und sicher mehr werden die Fans, in Oranje gekleidet, für das besondere Heerenveen-Feeling sorgen. Das mögen (fast) alle, weil die Stimmung unter die Haut geht. Das gilt auch für das deutsche Quartett. Bei den Herren stehen Nico Ihle, Joel Dufter und Jeremias Marx am Start, Gabi Hirschbichler nutzt die Plattform für ihren finalen Karriere-Auftritt. Tränen inklusive?

IMG 7161Die kleinen Eisflitzer meistern den kniffligen Parcours. Foto: DESG/ JWAm Wochenende fand in Chemnitz der Talentetreff für die jüngsten Eisläufer statt. Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren stellten sich am ersten Tag den Disziplinen 400m-Staffel und Eiscross. Nachdem die Staffel in gemischten Teams bei strahlendem Sonnenschein auf ungewohnte Weise rechtsherum absolviert war, erfolgte der Wechsel in die Eishalle. Hier musste gezeigt werden , wer am besten Tunnelfahrten, enge Kurven oder kleine Sprünge im Kampf gegen die Gegnerinnen und Gegner beherrscht. Begeistert von dem Wettkampfformat war nicht nur Jenny Wolf, als Nachwuchstrainerin in den vergangenen Jahren verantwortlich für das Wettkampfprogramm, sondern auch die Eltern und Zuschauer. Höhepunkte waren die A-Finals, in denen die besten Sportler und Sportlerinnen ihrer Kategorie die Podiumsplatzierungen unter sich ausmachten.

DaanDaan Rottier - neuer Nachwuchs-Bundestrainer. Foto: DESG-PresseMit der Berufung von Daan Rottier zum Bundestrainer Nachwuchs Eisschnelllauf werden weitere Weichen für die zukünftige Entwicklung des Eisschnelllaufs in Deutschland gestellt.

Der 32-jährige Niederländer übernimmt die Verantwortung für den Eisschnelllauf-Nachwuchs, nachdem der bisherige Nachwuchs-Bundestrainer Erik Bouwman in diesem Winter bereits für zusätzliche Aufgaben im Spitzenbereich zur Verfügung stand und die bisherige Nachwuchstrainerin mit Scouting-Aufgaben, Jenny Wolf, kürzlich zur Bundestrainerin Wissenschaft, Aus- und Fortbildung berufen wurde.

Unterkategorien