Tomakomai im SchneeTraining im Schnee von Tomakomai.
Foto: DESG
Warum nicht? Der Weltverband ISU schickt seine Eisschnellläufer “Back to the roots”. Mit anderen Worten, auf der zweiten Asien-Station in Tomakomai, der größten Hafenstadt auf der Insel Hokkaido, fehlt das (schützende) Dach. Die Open-Air-Bahn ist mittlerweile eine ungewöhnliche Herausforderung für die Skater, zumindest auf höchstem Niveau. Nico Ihle aber freut sich über die Abwechslung. “Da ich in Chemnitz häufig auf einer Freiluftbahn trainere, könnte es ein Vorteil sein.” Und er berichtet von oft schwierigen Verhältnissen bei Regen und Windböen, wenn der Kufeneinsatz mehr körperlichen Aufwand erfordert. Das kann der Fünfte des ersten 500-m-Weltcups wie wenige andere.

Das Podium um zwei Hundertstelsekunden verpasst, mehrere Top-Ten-Resultate: die deutsche Eisschnelllauf-Delegation erlebte beim Weltup-Start in Japan deutlich mehr positive Momente als erwartet. Bei den Winterspielen klar an den Medaillen vorbeigelaufen, nahmen die DESG-Sportler, allen voran die Jungs, deutlich Kontakt zur Weltspitze auf, die in der stets bestens besuchten Hokkaido-Halle mehr als prominent vertreten war.

Daan RottierIm Meiji Hokkaido Tokachi Oval: Daan Rottier, das neue Gesicht im Weltcup-Team. Foto: DESGDie ellenlange Reise, via Tokio, Sapporo und noch Stunden mit dem Bus verdauen – dann den Jetlag wegstecken. Das waren die Umstände, die Team GER vor dem Eisschnelllauf-Weltcup-Auftakt in Obihiro zu verkraften hatte. Angenehm: gepflegtes Essen, kurze Wege vom Hotel in die Halle. Alle aus dem elfköpfigen DESG-Aufgebot sind wohl auf. Es kann losgehen (am Freitag). “Die Mehrheit unserer Sportler läuft in der B-Gruppe und hat international noch viele Schritte zu gehen,” so Erik Bouwman, nach den Deutschen Meisterschaften für die Nominierung mitverantwortlich. Er ordnete die DM-Leistungen als ”positiv” ein, “das allgemeine Niveau wurde angehoben und dennoch gibt es noch viel Luft nach oben und das ist auch notwendig.”

StarterlehrgangTeilnehmer Starterlehrgang in InzellDie Starter der Bahnen von Berlin, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Inzell, München und Zürich haben sich vom 9.-11. November 2018 zu ihrem nationalen DESG-Starterlehrgang Eisschnelllauf in der Inzeller Max-Aicher-Arena getroffen.
Neben einem Austausch über die Erfahrungen in der vergangenen Saison sowie einer Wiederholung der wichtigsten Regeln für den Eisschnelllauf-Start, standen insbesondere praktische Übungen auf dem Lehrplan.

Der gleichzeitig stattfindende Frillensee-Cup mit 150 Sportlern aus acht Nationen, bot hierbei den idealen Rahmen, um sowohl den Neulingen wie auch den "Alten Hasen" eine umfassende Praxisausbildung zu ermöglichen.

Anna SilberAnna Seidel läuft auf Platz 2 in Salt Lake City. Foto: J.ZimmermannDas Utah Olympic Oval erwies sich als ideales Pflaster für Anna Seidel – auf dem Weg zurück in die Shorttrack-Weltspitze. Beim ersten Anlauf Richtung Podium schob sie sich bis ins B-Finale des Weltcups von Salt Lake City über 1500 m. Dann folgte eine beeindruckende Serie über die 1000-m-Duistanz, die sie auf den Silberrang katapultierte. Platz 1 im Viertel- und Semifinale brachten die 20-jährige Drednerin in den Endlauf. Dort unterlag sie beim Zielsprint hauchdünn nur der gleichaltrigen Kanadierin Alyson Charles, die vor ihrem ersten Weltcupcoup sogar den Umweg über die Hoffnungsläufe nehmen musste. Anna fehlten am Ende gerade drei Tausendstelsekunden. “Ich bin superhappy. Die Siege im Viertel- und Halbfinale hatten mich zusätzlich motiviert und einen weiteren Schub Selbstvertrauen beschert. Das Finale bin ich dann etwas vorsichtiger angegangen – ich war noch nie in der Situation, die Nummer 1 anzugreifen. Deshalb bin ich mit Silber hochzufrieden. Und es ist noch Luft nach oben.”

Unterkategorien