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Thialf-Roar macht schnell

11.01.2020

Wohin führt der Weg der jungen deutschen Eisschnellläufer. Aktuell nach Heerenveen, wohin die DESG ihr jüngstes Team zu den Europameisterschaften entsandte. Erfahrungen sammeln im Hexenkessel vor 8000 Zuschauern. Das beinhaltete auch Steigerungen. Ein Beispiel: der Ex-Inliner Stefan Emele (23) torpedierte seine persönlichen Bestleistungen über 500 m (35,89 Sekunden) und 1500 m (1:47,91). Der 22-jährige Jeremias Marx lief auf den Punkt zu seiner Top-Zeit (500 m in 35,67). Lea-Sophie Scholz (20) trotzte der Belastung einer ausverkauften Thialf-Halle bei ihrer EM-Premiere im weniger bevorzugten Sprint. Ole Jeske (20) komplettierte das Youngster-Quartett an diesem Samstag in Heerenveen.
Ok, die Zeiten der DESG-Twens tauchten im großen Ranking, einmal mehr von den Niederlanden und Russland dominiert, erst auf Seite 2 auf. Aber der Euro-Ausflug dürfte sich dennoch lohnen. Lea hofft, sich 2020 erstmals ins Weltcup-Team zu katapultieren. Die 20-Jährige berichtete gerne, welche Schritte ihr nach vorne geholfen hatten. „Geballte Power, heute haben wir die Klasse für Medaillen im U23-Bereich“ beschreibt sie die Nachwuchs-Abteilung, die im Junioren-Weltcup, bei den Neo-Senioren, Erfolge einheimste, die aber weitgehend nur In-sidern auffielen. „Früher war ich alleine am Start, jetzt sind wir zu fünft“, be-schreibt sie die Entwicklung. Und freut sich schon heute auf künftige Starts im Teamsprint. In den Trainingslagern nahm sie Ratschläge und Pace der Ihle-Brothers entgegen. „Die Arbeit mit den Jungs macht Spaß und bringt zusätzlich viel Motivation“, besser konnte es nicht laufen. Jetzt will sie vor allem am Start-verhalten und dem „Stehenbleiben“ vor dem Schuss arbeiten. Deshalb sei die EM-Premiere auch etwas holprig verlaufen. Zusammen mit Zimmerkollegin Katja Franzen aber hatte sie sich am Abend vor Tag X ein Konzept zurechtgelegt, wie man beim Lärm der 8000 Fans ruhig bleibt.

Ruhe fand Stefan Emele zumindest bei Start II im Sprint eher. Die große Aufre-gung wich sanft. Und führte wieder zu einer für ihn starken Zeit. Notabene: „Das ist erst mein vierter Winter auf dem Eis“, die Konkurrenz ist ja quasi mit den Ku-fen Richtung Kindergarten unterwegs gewesen. Emele, am EM-Schlusstag – wie Jeremias Marx - noch über 1000 Meter im Einsatz, hat anschließend ein Trai-ningslager in Nordamerika auf dem Zeitplan. Dann folgen die Einsätze beim nächsten Weltcup in Calgary (7./8. Februar). Eine weitere Top-Gelegenheit für beide auf der schnellen Bahn Zeit-Dumping zu betreiben.

 

Foto: Die DESG-Youngsters: Jeremias Marx, Ole Jeske und Stefan Emele (v.l.) tragen Lea Sophie Scholz auf Händen. Foto: DESG Presse

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