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EM: Anna und die Staffeln

28.01.2020

Debrecen ist für die Shorttracker immer ein gutes Pflaster. Das Publikum in der Fönix-Arena ist fachkundig, zahlreich – und sorgt für eine klasse Stimmung, das liegt natürlich auch an den starken Leistungen der Magyaren auf Kufen: Die Brüder Shaolin Sandor und Shaoang Liu machten die Titel über 1500, 500 und 3000 m unter sich aus.

Für die DESG hatte Bundestrainer Stuart Horsepool zehn Sportler nach Ungarn entsandt – und konnte dank einer Bronzemedaille für Anna Seidel über 1500 m ein positives Fazit ziehen. Vor allem für die 21-jährige Dresdnerin bedeutete die Puszta-Reise einen Schritt nach vorne. „Gerade nach dem nicht so guten Start in die Saison bin ich sehr glücklich, endlich mit dem Wettkampf zu mir selbst gefunden zu haben und dass sich das im Ergebnis niedergeschlagen hat.“ Noch enttäuscht nach den 1000 m kämpfte sich die Dresdnerin im 1500-m-Rennen ins Finale und zeigte sich da „sehr stark und souverän“ wie Bundestrainer Horsepool anerkannte. Der dritte Platz war nicht gefährdet – vor drei Jahren hatte sie erstmals ein EM-Podium erreicht, damals über 1000 m im heimischen Dresden als Dritte.

Und es hätte fast zum Happy End gereicht. Obgleich über 500 m gestürzt, stand Anna Seidel als Siebte des Punkte-Rankings im Superfinale über 3000 Meter und positionierte sich taktisch stets in vorderer Reihe, überquerte als Zweite die Ziellinie. Welch ein Erfolg – bis der „Debrecener Keller“ sein Veto einlegte. Minutenlang wurde das Video der entscheidenden letzten Meter analysiert. In der Schlusskurve durch Konkurrentin Schulting ins Straucheln gebracht, konnte sich die Sächsin artistisch auf den Beinen halten, kam aber mit den beiden Konkurrentinnen neben ihr in Konflikt. Die Jury wertete das als doppelte Behinderung und erteilte die Yellow Card: Platz 9 statt 2. Ein hartes Urteil, das aber in die straffe Linie bei dieser EM passte. Auch Adrian Lüdtke musste sich über 1000 m ein Penalty gefallen lassen, der favorisierten ungarischen Staffel erging es im Finale über 5000 m ebenso.

Bei den Damen unterstrich Gina Jacobs ihre Fortschritte: Platz 16 (1500 m). Adrian Lüdtke wurde 14. im Sprint und 23. über 1500 m. Leon Kaufmann-Ludwig ersetzte den gesundheitlich angeschlagenen Christoph Schubert. Über 1000 m kam der Münchner, nach langer Verletzung in diesem Winter aufs Eis zurückgekehrt, auf Rang 22. Die Staffeln hinterließen einen guten Eindruck, vor allem die Mädels sind dicht „dran“. Das A-Finale knapp verpasst, hielten sich Anna Seidel, Bianca Walter, Gina Jacobs und Lisa Eckstein (für Anna Katharina Gärtner) schadlos. Sieg nach harten Fights gegen Frankreich. Das bedeutete Rang 5 im Gesamtergebnis. Bei den Jungs rieb sich das Quartett Lüdtke, Schubert, Robin Tenzer und Robin Bendig (für Kaufmann-Ludwig) im „Battle“ gegen die Briten nicht auf – sondern gewann ihren letzten Lauf. Ebenfalls Rang 5.

 

Foto: Bronze für Anna Seidel, hinter Schulting und Fontana. Foto: ©International Skating Union (ISU)

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