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WM: Nur das Maximale ist gut genug

12. 02. 2020

Für acht DESG-Athleten beginnt der allerletzte Countdown für den absoluten Saison-Höhepunkt: Einzelstrecken-WM ab Donnerstag. Das Eis des Utah Olympic Oval in Salt Lake City hatten die Sportler schon im Trainingslager ausgiebig unter die Kufen genommen. Man fühlt sich wohl, profitierte von den naheliegenden Unterkünften, während sich beim kurzzeitigen Weltcup-Trip nach Calgary nicht alle Hoffnungen erfüllten. Bei den Platzierungen wie der chaotischen Rückreise mit einem Tag Verzögerung.

Aber das ging den Konkurrenten ähnlich. Jetzt gilt es: an Tag I zunächst mit den 3000 m der Damen und 5000 m der Herren. Was ist generell möglich, kann Patrick Beckert eine ähnliche Leistung wie 2019 in Inzell – als zwei Tausendstel zum Treppchen über 10 km fehlten – abrufen? Gelingt Nico Ihle und Joel Dufter die ersehnte Top-Acht-Leistung über die 1000 Meter, können Hendrik Dombek (oder Jeremias Marx – Coach Danny Leger nominiert unmittelbar vor der Auslosung) – ihren bemerkenswerten Aufwärtstrend bei der WM-Premiere fortsetzen? Vermag Claudia Pechstein ihre sagenhafte WM-Serie auf den langen Distanzen auszubauen? Wie schlagen sich die weiteren Debütanten Michelle Uhrig (aufgrund einer Magendarm-Erkrankung in Calgary nicht im Einsatz) und Felix Maly im Massenstart? Gelingt Roxanne Dufter beim Saison-Highlight diesmal das beste Rennen (3000 m) des Winters? Aber exakt das ist der Anspruch: in Salt Lake City das Maximale anrufen.

Bundestrainer Erik Bouwman erläutert den Weg nach SLC. Einige nutzten beim Trainingslager in Klobenstein lange „die frische Luft, um sich mental aufzufrischen“, die andere Fraktion kämpfte in Heerenveen um EM-Meriten. „Das ist ein ideales Jahr, um etwas auszuprobieren.“ Denn die nächste Saison leitet bereits den Anlauf zu Olympia ein. Doch der Winter 2019/2020 diente auch den ehemaligen U23-Sportlern „um noch mehr Hunger zu entwickeln. Für sie ist eine WM ein einmaliges Erlebnis“, so der Coach. Drei Novizen betreten das schnellste Eis der Welt. „Sie haben schon bei den Junioren Gutes geleistet, für sie griff unser strategischer Plan. Wir Trainer sind keine Zauberer, sondern entwickeln einen Prozess, der langfristig angelegt ist, um Menschen besser zu machen. Das wird auch die nächsten Jahre benötigen, bis wir wieder mit einem größeren Team antreten können.“

Aber die Coaches fordern Ergebnisse. „Wenn man gegen die besten Läufer der Welt auf dem schnellsten Eis antritt, ist das Motivation.“ Da geht einer stets mit bestem Beispiel voran. Patrick Beckert (29), schon zweimal auf dem WM-Podium (2015 und 2017 über 10 000m) bereitete sich nach speziellem Plan vor. Der Bundestrainer zeigt sich angetan, wie der Erfurter seine Laufstrategie über jedes Detail entwickelt. Ihm traut er in SLC „einen Top-Lauf“ zu. Die 5000 m (am Donnerstag) sind quasi der Anlauf auf die längste Strecke 24 Stunden später – eine ziemlich gnadenlose Ansetzung.

Team GER in Salt Lake City

Roxanne Dufter (3000 m) „Die 1500 m von Calgary haben mir ein positives Gefühl gegeben, jetzt freue ich mich auf die WM und will den besten Lauf über 3000 m zeigen, am besten mit persönlicher Bestzeit.“

Michelle Uhrig (Massenstart): „Ich war sehr traurig, aufgrund eines Magendarm-Infekts nicht in Calgary dabei gewesen zu sein. Ich musste ein paar Tage kürzertreten, was mir schwer fiel – aber ich konnte mich erholen, im Training powern und freue mich jetzt auf mein WM-Debüt.“

Claudia Pechstein startet über 3000 m, 5000 m und im Massenlauf

Nico Ihle (500/1000 m): „Ich freue mich, wieder in SLC zu sein, denn es ist die Bahn, auf der wir uns über zwei Wochen vorbereitet haben. Das Eis kennen wir mittlerweile sehr gut – es ist nochmals besser als Calgary. Das gibt Selbstvertrauen. Die Form stimmt, jetzt muss es mir nur noch gelingen, im Wettkampf alles auf den Punkt zu bringen.“

Joel Dufter (500/1000 m): „Ich glaube, es wird schwer, die Zeit vom letzten Mal (Anm: 1:06,802 = Platz 6 beim Weltcupfinale 2019) hier zu toppen. Aber ich gebe mein Bestes, um eine top Leistung abzuliefern.

Hendrik Dombek oder Jeremias Marx (1000 m) – Entscheidung vor der Auslosung

Patrick Beckert (5/10 km): „Dieses Jahr wurde es für die 10-km-Läufer etwas schwieriger gemacht, da die zwei längsten Strecken der Männer innerhalb von 24h sind. Das kann nochmals einen großen Einfluss auf die 10km haben, da es darauf ankommt, wer besser mit der Belastung zurechtkommt und schneller reagiert. Trotzdem möchte ich meinen eigenen Deutschen Rekord über die 10km nochmals verbessern, das heißt schneller als 12:52min laufen.“

Felix Maly startet im Massenlauf  

WM im ZDF: Freitag 14.35 Uhr – Zusammenfassung 3000 m Damen/5000 m Herren; Samstag 10.35 und 12.00 Uhr – 10 km/500 m Herren, Sonntag 12 Uhr – 5000 m Damen/1000 m Herren (ohne Gewähr).    

 

 

Foto: Sprint-Training mit Joel und Nico. Foto: Martin de Jong

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