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Anna: Die Hoffnung ist zurück

13. 03. 2020

Im Moment des den gesamten Sport schüttelnden Corona-Chaos kommt eine (kleine) Positivmeldung aus dem deutschen Shorttrack-Lager. „Ja, es geht mir gut“, sagt Anna Seidel, beim Heim-Weltcup Anfang Februar schwer gestürzt. Die befürchtete Operation am Sprunggelenk wurde nicht nötig – und inzwischen konnte die 21-Jährige auch die Krücken beiseitelegen. Diese gute Nachricht übermittelte Anna exakt an jenem Wochenende, da in Seoul die ST-Weltmeisterschaften über die Bühne gehen sollten. Aber das Kurvenflitzer-Highlight war schon frühzeitig von der ISU abgesagt worden – nur wenige konnten sich damals jedoch vorstellen, dass dies nur den Anfang einer täglich wachsenden Absage-Welle bedeutete.

Die Befürchtung nach dem Crash bei der Mixed-Staffel galt einem abgebrochenen Knochenteil – das Scan-Bild gab Klarheit. Schlimm, aber keine Katastrophe. Jetzt ist die Dresdnerin mit einer Schiene unterwegs, der Fuß fühlt sich noch steif an, Treppenlaufen geht nur langsam. Aber in der nächsten Woche will sie mit leichtem Krafttraining beginnen, vorsichtigem Fahrradfahren und sich auf wackligem Untergrund bewegen.

Die Zeit seit dem verflixten Freitag in der EnergieVerbund-Arena an der Elbe aber war kein Honigschlecken für die Vorzeige-Athletin der DESG. „Anfangs war es schwierig – auch für den Kopf.“ Von einem Augenblick auf den anderen von Hundert auf Null. Der Freund half, das Umfeld ebenso – und der Wille, wieder aufzustehen. Mit Bus und Bahn fuhr sie zum Physio und dem Geräteraum, kein Kinderspiel mit den Krücken. Die Wettkämpfe verfolgte sie per Livestream, wollte dem deutschen Team jetzt bei der WM die Daumen drücken. „Für sie ist es so schade, mir kam das natürlich eher entgegen.“

Denn die letzten Wochen vor dem Sturz hatten „nach holprigem Saison-Auftakt“ positive Signale gesendet. Bei den Europameisterschaften in Ungarn gewann Anna Seidel die Bronzemedaille über 1500 m, in den Team-Wettbewerben (Sieg des B-Finals in Debrecen) ging es nach vorne, Bundestrainer Stuart Horsepool konnte wieder quantitativ größere ST-Delegationen auf Reisen schicken. Aber es blieb eine Saison mit vielen Handicaps. Bei den Damen kämpfte sich Bianca Walter langsam zurück, auch Anna Katharina Gärtner und Lisa Eckstein kämpften mit Problemen. „Trotzdem haben wir gemerkt, dass wir mehr rausholen können“, lautet die Erkenntnis von Anna Seidel aus der Reha.

Aktuell wird nun geplant, wo Trainingslager möglich sind. Die zweifache Olympia-Teilnehmerin glaubt, früher denn je in die Vorbereitung einsteigen zu können. Ob die abgesagte WM, wie vielfach kolportiert, dann schon in Oktober nachgeholt werden kann, steht jedoch in den Sternen. Aber Fragezeichen ranken sich in der Pandemie-Zeit derzeit um jede Sport-Veranstaltung.

 

Foto: Anna Seidel und ihr Highlight des Winters. Foto: M.Kulik

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