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„Kufenflitzer“ abkommandiert zur Bundespolizei

18. 05. 2020

Noch ein letztes Video von einer Trainings-Rad-Tour auf wenig befahrenen Berliner Straßen gepostet – und ab ging es nach Bayern. Jetzt liegen vor Lukas Mann zwei Monate Bundespolizei. Er beginnt in Bad Endorf nahe dem Chiemsee den zweiten Abschnitt seiner Grundausbildung. Dh. zunächst intensive Unterrichts-Einheiten. Ab Juni gestattet der Plan dann verstärktes Training. „Das ist eine gute Zeit, auch aufgrund der Kontakte zu Athleten anderer Sportarten.“

Aber vorher musste Lukas, der erste deutsche Junioren-Weltmeister über 5000 Meter und Finalist bei der Juniorensport-Wahl der Deutschen Sporthilfe, alle Corona-Beschränkungen befolgen. Das hieß: kein Training auf Rollbahn und in der Halle. Er richtete sich zuhause ein kleines Fitness-Studio ein, stand in regem Kontakt mit OSP-Coach Sascha Wilhelm. Auf die „aktive Regeneration“ nach der Saison folgten Imitations- und Stabilisations-Übungen, vor allem jedoch ging es aufs Rad. „Und dadurch hatte ich recht wenig Einschränkungen.“ Bis zu fünf Stunden tourte der 20-Jährige durch die Hauptstadt.

Ein paar Naschereien gestalteten den neuen Tages-Ablauf abwechslungsreich. „Zum Beispiel Belitzer Spargel bei der Mama.“ Und zuhause schon mal Spaghetti, Reis und Schnitzel. „Ich konnte die Familie genießen und habe mich von der ganzen Problematik nicht beeindrucken lassen.“

Da blieb der Rückblick auf das erste Jahr bei den Senioren nicht aus. Im letzten November war der Youngster aufgrund seiner Erfolge bei der JWM beim Medienseminar der DESG als „Kufenflitzer des Jahres“ ausgezeichnet worden. Das schürte bei den Außenstehenden natürlich Erwartungen – der Spagat zur Elite aber ist mehr als herausfordernd. Lukas kämpfte sich bei den Rennen der Neo-Senioren aufs Treppchen. Und er lernte seinen Körper besser kennen. „Mit 20 konnte ich schon so viele Erfahrungen sammeln.“

Aufgrund technischer Probleme gestattete das Berliner Sportforum weniger Eis-Phasen, er musste mehrfach alleine trainieren, Bundestrainer Erik Bouwman vermittelte für anderthalb Woche eine Hospitanz in einer niederländischen Gruppe. „Ja, ich bin dadurch ein bisschen abgetaucht, das sah vielleicht komisch aus: aber der Fokus liegt auf der Vorbereitung auf die Winterspiele 2022.“ Die letzte Saison sei nicht „ergebnisorientiert“ ausgelegt gewesen – sondern ein langsamer Schritt nach vorne. „Mich stimmt das zuversichtlich, ich bin noch ein junger Bursche und lege meine Akzente auf 1500 und 5000 m sowie die Allround-Konkurrenzen.“ Bei seinem ersten Ausflug im Januar 2019 zur Elite hatte Mann bei der EM als bester Deutscher einen guten elften Rang belegt.

Und nun? „Ich fühle mich körperlich fit“, sagte er zum Abschied von Berlin. Was die Zukunft bringt (die ersten Eis-Einheiten im Juli in Inzell stehen aktuell noch auf dem Terminkalender) wird man sehen. Lukas Mann sagt: „Wir werden so agieren wie es geht und brauchen sicher keine Extrawürste.“

 

Foto: Lukas Mann, in Ausbildung bei der Bundespolizei. Foto: Bundespolizei

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