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Die olympische Saison 2021/22 ist Geschichte

14. 04. 2022

Deutsches Short Track – Team verabschiedet sich mit zufriedenstellender Leistung bei WM in Kanada

 

Zum Ende der Saison fanden am vergangenen Wochenende die Weltmeisterschaften im kanadischen Montreal statt, auch mit deutscher Beteiligung. Anna Seidel und Yanghun Ben Jung hatten zum Saisonabschluss die Möglichkeit, sich erneut in der Weltspitze zu zeigen.

 

Für Anna Seidel war es nach einer langen und kräftezehrenden Saison wichtig, den Rückschlag der olympischen Spiele zu verdauen und neue Motivation zu sammeln. Bereits in der Qualifikation blitze ihre Klasse heraus, welche sie über alle drei im Einzelwettbewerb gelaufenen Distanzen (500, 1.000 & 1.500 Meter) meisterte.

 

Über die längste Strecke, die 1.500 Meter, scheiterte sie als dritte ihres Laufs knapp an der Qualifikation für das A-Finale. Am Ende konnte sie mit einem zweiten Platz im kleinen Finale einen zehnten Platz insgesamt verbuchen.

 

Dass sie auch über die 500 Meter an den Start gehen wollte, überraschte die Fans aufgrund einer Verletzung am Fuß besonders. Mit leichtem Handicap scheiterte sie im Viertelfinale an der starken internationalen Konkurrenz.

 

Ihren stärksten Auftritt hatte die Dresdnerin über die Zwischendistanz von 1.000 Metern. Im Viertel- und Halbfinale lief sie starke Zeiten, konnte jedoch leider kein Ticket für das A-Finale lösen. Im kleinen Finale zeigt sie jedoch ihre Stärke, lief taktisch einwandfrei und gewann das Rennen vor der Italienerin Mascitto und der Niederländerin de Vries.

 

Mit diesen Ergebnissen erreichte sie in der Gesamtklassifikation einen starken zehnten Platz und verpasste somit nur knapp das Superfinale des Mehrkampfes über 3.000 Meter.

 

Auch für Yanghun Ben Jung gaben die ersten Weltmeisterschaften seiner Karriere im Seniorbereich Grund dazu, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Über 1.500 Meter erwischte er ein schweres Viertelfinale und scheiterte knapp am Halbfinaleinzug.

 

Über die 500 Meter stach der junge Athlet besonders hervor. Nach starken Vorläufen wurde er beim Start des Viertelfinals bei einer Kollision behindert, verlor dadurch an Geschwindigkeit und musste sich am Ende dem Ukrainer Handei geschlagen geben.

 

„Ich bin mit meiner Leistung über 500 Meter sehr zufrieden. Ich habe mein Bestes gegeben und konnte sogar fast das Halbfinale erreichen.“

 

Am letzten Wettkampftag lieferte Jung über die 1.000 Meter ebenfalls starke Vorläufe ab und verpasste das Viertelfinale mit einem dritten Platz nur knapp. In der Gesamtwertung erreichte er Platz 23. So konnte er sich, genau wie Anna Seidel, einen Startplatz für die kommende Saison sichern.

 

Auch die Betreuer lobten die Leistungen ihrer Schützlinge und das Event. Die Stimmung war grandios und die Halle, wie vermutet wurde, ausverkauft. Zudem war auch die gute Stimmung im Team für die mutmachenden Resultate ausschlaggebend.

 

„I think it was a successful weekend for team Germany. I am happy about the results and the way we were racing. We reached all the goals we set fort he events“, so die Trainerin Katerina Novotna.

 

 

Der Verband wünscht den Athletinnen und Athleten, sowie den Trainern und Betreuern einen guten Start in die Sommerpause.