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Bibi WeekendBibi-Weekend in Dresden. Foto: DESG-PresseKehraus in Dresden vor fast ausverkauftem Haus. Und am heftigsten feierten die Fans Bianca Walter. Eher unerwartet hatte sich die 25-Jährige für das B-Finale über die ihr eigentlich zu langen 1500 m qualifiziert. Die Beine taten weh, doch die Fans klatschten die Schmerzen aus den Oberschenkeln. Vierte bei ihrem letzten Weltcup-Lauf, damit insgesamt Elfte. „Eines des schönsten Wochenende meiner Karriere. Es war ein tolles Gefühl, hier alles zeigen zu können“, so ihre spontane Reaktion. Sicherlich habe sie am Vor-Tag (über 1000 m) auch von einem Dreifach-Sturz profitiert. Und blickt zurück: „Dass ich mich rauskämpfen konnte,  habe ich auch dem Team und den Trainern zu verdanken.“ Gerade ihr Umfeld sah noch „mehr Potenzial“, an das die Dresdnerin „nicht mehr geglaubt hatte. Mein Selbstvertrauen war weg.“ Mit zwei B-Finals und einem starken Staffelrennen kehrte es auf der Heimatbahn wieder zurück. „Und nun schaue ich weiter nach vorne.“

Verabschiedung Julia HannesAnlässlich des Weltcups in Dresden wurden Julia Riedel und Hannes Kröger verabschiedet. Präsident Gerd Heinze bedankte sich mit dem Goldenen Schlittschuh. Lob gab es auch von Vize-Präsident Uwe Rietzke und Dresdens Bürgermeister Dr. Peter Lanes. Foto: DESG-Presse

Für Leon Kaufmann-Ludwig ist die Shorttrack-Saison vorzeitig beendet. Der 19-jährige Münchner, der sich in seiner ersten Saison bei der Elite bis ins DESG-Weltcup-Team gekämpft hatte, muss sich einer Schulter-Operation unterziehen. Erst hatte der ST-Sprinter noch auf einen Einsatz beim Weltcup-Finale am kommenden Wochenende in Dordrecht/Niederlande gehofft, doch das Risiko bei einem weiteren Sturz wäre zu groß. Schon mehrfach („sechs, sieben Mal“) hatte er sich die linke Schulter ausgekugelt. Jetzt kann nur ein Eingriff die Stabilität wieder herstellen. Das bedeutet aber auch: „Sechs Wochen keine Bewegung“, schwant Leon. „Es wird natürlich dauern, bis die Schulter wieder belastbar ist. Ich möchte im Hinblick auf die nächste Saison so früh wie möglich wieder aufs Eis.“ 

ImpressionLieber Short Track als Demo.
Foto: DESG-Presse
Monsieur Maillard, Repräsentant des Weltverbandes, hatte so seine Sorgen, ob sich die Arena in Dresden aufgrund der Demonstrationen füllen würde. Da hatte er die Rechnung ohne die Shorttrack-Begeisterung der Sachsen gemacht. Dicht besetzte Ränge – und eine Stimmung, die für Gänsehaut sorgte. Moderator Jens Zimmermann heizte ein wie zuletzt bei den Handball-Europameistern. Zusammen mit Dordrecht, in einer Woche Ausrichter des Weltfinals, ist Elbflorenz Europas Wohlfühl-Paradies für Kurvenflitzer.

Felix WeltcupFelix Spiegl: Ziel Olympia.
Foto: DESG-Presse
Mit zarten sechs Lenzen hatte sich Felix Spiegl in München (der Vater betrieb Inlineskating) erstmals Shorttrack-Kufen angeschnallt. „Das war im offenen Ostpark-Stadion“, erinnert er sich. Dass daraus eine Passion mit olympischen Ambitionen werden sollte, Sappradi, Bursch! Heute lebt der 19-jährige Bayer im deutschen ST-Eldorado Dresden, wo er beim Heim-Weltcup über 1000 m zwei Hoffnungsläufe gegen sehr arrivierte Konkurrenz gewann. Am letzten Tag trifft er auf der Sprintstrecke auf die Elite.

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