170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

Sagen wir es so: an diesem Wochenende beginnt „offiziell“ der olympische Winter. Denn: das Fernsehen (ZDF) präsentiert in seiner Extra-Sendung (ab 14.30 Uhr) den ersten Wintersportblock. Skispringen, Bob und Rodeln … sowie Eisschnelllaufen. Am Samstag und Sonntag steht das TV-Team von Hermann Valkyser in Stavanger am Rande der Bande, auf den (Eis-)Spuren des zweiten Saison-Weltcups. In den Fokus rücken die langen Kanten. Nur in der Somarka-Arena, 2017 Austragungs-Ort des Weltcupfinals, stehen die 5000 m (Damen) und 10 000 m (Herren) auf dem Programm. Es geht um alles – da sich auf diesen Strecken jeweils nur 12 Starter für die Winterspiele qualifizieren können. High Time für Claudia Pechstein, Patrick Beckert und Moritz Geisreiter, die in Heerenveen jeweils die „halbe Norm“ ablieferten. „Der Rest folgt jetzt“, so der dreifache Deutsche Meister und WM-Dritte Patrick Beckert.

Zum Abschluss des ersten Weltcup-Meetings der Olympiasaison in der Thialf-Halle von Heerenveen zog DESG-Sportdirektor Robert Bartko sein Fazit. "Positiv für Nico ist der zweite Platz über 500 m. Das ist gut für sein Selbstbewusstsein. Die anderen Leistungsträger, die wir in Inzell beim Presseseminar vorgestellt haben, gehören zur erweiterten Spitze. Wir sind im Soll", so Bartko.

Letzter Tag des Shorttrack-Weltcups in Shanghai – und der großen Emotionen. Auf den Tribünen feierten die chinesischen Gastgeber euphorisch den zweiten Heimsieg von Wu Dajing (nach dem Sprint nun über 1000 m). Kein einziger der 500-m-Medaillengewinner von Budapest und Dordrecht erreichte das A-Finale. Jeder scheint jeden schlagen zu können, im olympischen Schräglagen-Winter. Anschließend unterlagen die Chinesinnen, deren Leaderin Zang Yize sich am Samstag verletzt hatte, mit der Staffel hauchdünn dem Team Korea. Alle chinesischen Mädels trugen bei der Siegerehrung die 14, Zang‘s Nummer. Dann flossen die Tränen. Im Relay der Männer siegten die Amerikaner um J.R. Celski („it’s amazing“) in einer Weltrekordzeit vor Korea, ihr erster Coup seit 2013. Zweimal Gold gab es für die 22-jährige Kanadierin Kim Boutin (500/1000 m), dreimal Medaillen holte Italiens ST-Legende Arianna Fontana (27): Shanghai bot vieles.

Ein Wechselbad der Gefühle bedeuteten für Nico Ihle die ersten beiden internationalen 500-m-Läufe der Saison. Nach Überraschungs-Silber zum Auftakt fand sich Nico nach dem zweiten Lauf auf Rang 15 wieder, kein Beinbruch. "Mir war es klar, dass es mal wieder so kommen kann. Jedes Rennen ist wieder ein gutes Training. Durch kleine Fehler gab es Geschwindigkeitsverluste. Einige Meter nach dem Start habe ich mit der Schlittschuhspitze das Eis berührt. Es war ein mittelmäßiges Rennen.  Über 500 m stehen mittlerweile 20 Favoriten an den Start.  Am Sonntag werde ich die 1000 Meter etwas ruhiger angehen“, meinte der Sachse.

Beginn der fünften Jahreszeit im karnevalistischen Europa – eiskalter Quali-Zwang dagegen im fernen Shanghai. Das sind die Gegensätze am 11.11. In Chinas Megapolis, auf dem schnellen Eis des Oriental Sports Centers, erklangen die Hymnen über 500 und 1500 m für Korea, China und Kanada. Drei Monate vor den Winterspielen in Südkorea puscht sich die Kurvenflitzer-Elite zur Höchstform. Die kleine deutsche Delegation hielt mit, um am Ende aber mit ein paar Sekundenbruchteilen hadern zu müssen.

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