IMG 20190219 WA0001Saisonfinale Shorttrack in Rostock.Frühling, ja gerne. Aber vorher arbeiten die Shorttracker ihr intensives Winterpensum ab. An diesem Wochenende gastiert der europäische Nachwuchs in der Rostocker Eishalle, der deutschen Short Track Hochburg an der Ostsee. Beim ISU Junior European Challenge Series & Europa Cup Final kommen 160 Sportler aus 20 Ländern zum Einsatz. Über die olympischen Distanzen 500, 1000 und 1500 m werden in den verschiedenen Altersgruppen die Besten des Kontinents ermittelt. Für die DESG ein gutes Zeichen, dass sich 12 Skater bei den bisherigen sechs Starclass-Wettbewerben qualifizieren konnten. „Das ist für uns schon ein großer Fortschritt, denn im letzten Jahr hatten es nur fünf ins Finale geschafft“, verweist Bundestrainer Stuart Horsepool, der das Team zusammen mit der Bundestrainerin Nachwuchs Diana Scheibe anführt, schon vor dem ersten Startschuss auf einen positiven Aspekt.

Silberne Nadel DESG KopieStefanie Teeuwen überreicht Harald Löffler die silberne Ehrennadel. Foto: EC OberstdorfBei den deutschen Short Track-Titelkämpfen in Oberstdorf krönten sich Anna Seidel (Dresden) und Adrian Lüdtke (Rostock) mit Siegen über alle Distanzen zu den neuen Deutschen Meistern. Der erste Platz in der Gesamtwertung ging ebenfalls an Anna Seidel vor Bianca Walter und Gina Jacobs (alle Dresden). Bei den Herren lautete das Ranking am Ende: Adrian Lüdtke (Rostock) vor Tobias Pietsch (Dresden) und Luca Löffler (Oberstdorf).

Günter TraubGünter Traub - auch mit 80 noch aktiv. Foto: HJ VIGNOLDAm 13. März feierte Eisschnellläufer Günter Traub in seiner Schweizer Wahlheimat St. Moritz seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar hat deutsche Sportgeschichte geschrieben. Nicht nur, weil er am vergangenen Wochenende in Leeuwarden (Niederlande) bei den Masters noch Sprint-Vizeweltmeister wurde und Mastersweltrekorde hält.

Die Eisstory begann vor 60 Jahren, als er als Rollschnellläufer gemeinsam mit seinem Bruder Jürgen und einigen anderen in Inzell auf dem Frillensee aufs Eis ging. “Wir wollten das Eisschnelllaufen aus seinem Dornröschenschlaf wecken”, erinnert sich der gebürtige Schweinfurter. Das gelang. Inzell entwickelte sich zum deutschen Eisschnelllaufzentrum. Und Traub wurde einer der Besten auf den langen Kufen.  

Keine Stimme mehr hatte Bundestrainer Stuart Horsepool in Sofia, als er am Sonntagnachmittag seine Schützlinge Anna Seidel und Adrian Lüdtke für ihre tollen WM-Rennen lobte. So sehr hatte der Brite die Seinen zuvor von der Bande aus angefeuert. "Ein siebter und zwei achte Plätze, das war eine Teamleistung. Alle, einschließlich aller Betreuer, haben daran ihren Anteil", sagte Horsepool. Und fügte hinzu: "Die Atmosphäre in der Gruppe ist sehr gut. Seit langem sind wir wieder im Lift.“

Joel FaustJoel - starkes Saisonfinale mit Deutschem Rekord. Foto: DESGphoto/L-HagenEs gibt Momente, da könnte Todd Porter, Generalmanager des Utah Olympic Oval, die ganze Welt umarmen. Wenn auf „seinem“ Eis einmal wieder die Rekorde purzelten – wie an diesem März-Wochenende, als die Kufencracks voller Begeisterung vom „Fastest Ice on Earth“ schwärmten. Salt Lake City wurde beim Weltcupfinale erneut dem hohen Anspruch gerecht. Nirgendwo geht es schneller in die Kurven. Gut 75 000 Dollar pro Monat lassen sich die Macher im Mormonenstaat das Eis-Geheimnis kosten. Doch die wahre Kunst liege nicht darin, den Untergrund – Ende Juli – zu präparieren, sondern die Qualität während des Winters zu erhalten. Wie 2018/19, als beim Finale die besten Bedingungen herrschten.

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