GabiH4Gabi Hirschbichler: mit großen Schritten zur Heim-WM.
Foto: DESGphoto/L.Hagen
Drei Tage in der alternativlos majestätisch gelegenen Freiluft-Arena auf dem Rittner Hochplateau, die Zuschauer erlebten mal wieder einen Eisschnelllauf-Plausch. Mit zwei Openair-Weltrekorden, guter Stimmung. Und die deutschen Eisschnellläufer hatten ihren Anteil am Erfolg der Eis-Sause in Südtirol, was so gar nicht unbedingt erwartet worden war. Nico Ihle und Joel Dufter kamen als Fünfter und Siebter im Sprint in Medaillennähe. Roxanne Dufter erreichte im großen Vierkampf das Finale der besten acht Euro-Skaterinnen. Bei den Herren flirteten Lukas Mann als Novize und Felix Maly bei seiner zweite EM-Teilnahme, mit dem Einzug in den Achtkampf über die 10 km. Coach Daan Rottier hatte durchaus Grund zur Freude. „Ja, wir können zufrieden sein.“ Vier Wochen vor der WM ein guter Formtest. Doch das Saisonziel Nummer 1 steht erst bei den Titelkämpfen in Inzell auf dem Programm.

Im Shorttrack-Theater von Dordrecht mit der Kulisse vor insgesamt 12 000 Zuschauern an drei Tagen spielte das DESG-Team keine Hauptrolle. "Susanne, Susanne" hieß der Hit der Veranstaltung. Für Spannung beim Heimpublikum sorgte die Favoritin, die 21 Jahre alte 1000 m-Olympiasiegerin Suzanne Schulting", bis sie das ersehnte Allround-Gold in Empfang nehmen konnte. Die niederländische Sportlerin des Jahres gewann holte Einzelgold nur über 1500 m, kam über 500 m auf Rang vier und verpasste auf ihrer olympischen Goldstrecke 1000 m durch einen Penalty alle Punkte. Mit dem Sieg im 3000-m-Superfinale stürmte sie dann zum ersehnten Titel. Das EM-Gold widmete Schulting ihrem mit schweren Brandwunden im Krankenhaus liegenden "Shorttrack"-Bruder Sjinkie Knegt. Trotz seiner Abwesenheit war der Titelverteidiger von Dresden stets anwesend. Über Social Media erhielt er täglich "Sjinkie-Genesungswünsche" der 3000 Zuschauer als Videoclip ins Krankenhaus gesendet.

Ihle Dufter KlobensteinNico Ihle, Joel Dufter: Da geht noch was. Foto: DESG-PresseEin Platz auf dem Podium, zumindest in der Streckenwertung, damit hatte Nico Ihle vor der Eisschnelllauf EM in Klobenstein gar nicht gerechnet. Aber dann gab es nach dem zweiten 1000 m Rennen Blumen für den drittplatzierten Chemnitzer. In der Gesamtwertung belegte er Rang 5, ganz knapp am Podium vorbeigeschrammt. Joel Dufter, die zweite Sprinthoffnung der DESG, wurde in diesem Lauf mit der viertbesten Zeit gestoppt. In der Addition bedeutete das Rang 7. „Damit können wir zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass diese EM auch als scharfes Training für die Weltmeisterschaften in Inzell genutzt werden kann. Und dort wollen wir angreifen – und nicht nur von den Top Ten sprechen...“, so die beiden Sprinter.

OSHXdczcEigener Charme, die Arena Ritten.
Foto: ec2019.ritten.com
Natürlich herrscht wieder Kaiserwetter in Klobenstein. Das Hochplateau am Ritten mit der sagenhaften Aussicht auf die umliegenden Berggipfel ist ein Kleinod. Auch für Europas Top-Eisschnellläufer, die ab Freitag ihre Besten im Großen Vierkampf und dem Sprint-Vierkampf ermitteln. “Ganz gleich in welchem Hotel Du bist, man wird hier verwöhnt”, skizziert Nico Ihle die Gastfreundschaft der Südtiroler.

Dordrecht StimmungSo feiert Dordrecht. Foto: ArchivUnter der Leitung des neuen Shorttrack-Bundestrainers, Stuart Horsepool, bereitete sich der DESG-Nationalkader in Polen auf die kommenden Aufgaben, beginnend mit der EM im niederländischen Dordrecht (11.-13.Januar), vor. Der Brite skizziert seine ersten Erfahrungen und Erwartungen.

Unterkategorien