jun st wm 2Die kommenden Champions...
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Polen hat ein neues Eissportzentrum der Superlative. Die erste überdachte Kunsteisbahn des Landes, am 27. Dezember letzten Jahres feierlich eröffnet, bietet Eisschnelllauf und Short Track ein funktionelles Zuhause, gelegen in der 60 000-Einwohner-Stadt Tomaszow Mazowieckim. Dorthin wurde auch die Junioren-WM der Kurvenkratzer am Wochenende verlegt. Nicht in die Hauptstadt Warschau, sondern in die Woiwodschaft Lodz. Ein wahres Schmuckkästchen die Arena Lodowa, in dem jetzt der DESG-Nachwuchs seinen Saison-Höhepunkt erlebt. Vier Jungs und zwei Mädchen wurden nominiert - und sollen, unter der Ägide der beiden Trainer Johannes Markert und Arian Nachbar, Tuchfühlung zur Weltspitze aufnehmen. Ein großes Unterfangen.

Robert Interview KristinRobert Bartko: Mit langfristigen potential- und leistungsorientierten Konzepten überzeugen.
Foto: DESG-Presse
Es gehört zu den Gepflogenheiten, am Ende einer olympischen Session dem Ruf der Pressevertreter zu folgen. Die DESG tat dies, wie schon 2014 in Sotschi. Dessen gewiss, dass ohne Medaillenerfolg ein Spießrutenlauf drohen könnte. Da pflegen die Medien sehr energisch nach den Ursachen nachzufragen. Aber Transparenz und Informationspflicht gehören zur Verbands-Kommunikation. Sportdirektor Bartko und Bundestrainer Van Veen nannten das Abschneiden „enttäuschend. Wir konnten die Chancen nicht nutzen.“

Claudia MassenstartClaudia: "Ich bin stolz".
Foto: Martin de Jong
Showdown im Gangneung Olympic Oval. Beim ersten olympischen Massenstart nochmals vor vollen Rängen, mit Super-Sound bei allen Rennen, weil Koreas Skater in diesem für die Fans so prickelnd-attraktiven Wettbewerben jedenfalls die Pace mit angaben. Und als Lee Seung Hoon den allerletzten Sprint des letzten Rennens gewann, brachen alle Dämme. Standing Ovations, Fahnenmeer, Gesänge. Froh sein konnte, wer dabei war, beim i-Tüpfelchen der Entscheidungen auf schnellem Eis. Claudia Pechstein gehörte dazu. Wie erhofft über das Halbfinale den Endlauf der 16 Besten erreicht, dort mitgemischt und am Ende Dreizehnte. „Ja, ich bin stolz“, lautete ihre olympische Bilanz.

Nico picture alliance AP PhotoNico: Der Knockout fehlte...
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Zum zweiten Mal Achter bei den Olympischen Spielen. Nach dem 500-m-Rennen auch auf der längeren Sprintdistanz nicht Fisch noch Fleisch. Was soll man da sagen, Nico Ihle? Der 32-jährige Chemnitzer hätte nach getaner Arbeit, die exakt 1:08,93 Minuten dauerte und sechs Zehntel vom erhofften Bronze-Rang entfernt war, am liebsten eine glatte Stunde analysiert, erklärt, gefachsimpelt, alles hinterfragt. Aber am Ende kam folgende Aussage, „dass ich das nicht auf mir sitzen lassen kann. Vielleicht bin ich in vier Jahren nochmals dabei.“ Hört her. Bisher waren selbst Insider davon ausgegangen, dass Nico Ihle seine Karriere in Inzell (Weltmeisterschaften 2019) ausklingen lassen würde. Das war mal ein Signal am ansonsten gebrauchten Tag für die DESG.

ArbeitsplatzDESG immer live dabei.
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„Der ewige Kampf seit 2010, um bei Olympia dabei zu sein, hat sich gelohnt“, zog Bianca Walter ihr Fazit nach insgesamt vier Rennen in der Gangneung Ice Arena, dem brodelnden Vulkan der Winterspiele in Korea. Dass im Viertelfinale über 1000 Meter die Weltklasse-Konkurrenz stärker war, musste die 27-Jährige akzeptieren. „Ohne die Verletzung im Vorfeld wäre vielleicht eine Runde mehr drin gewesen, aber das Training bei Wilma Boomstra in Holland hat enorm geholfen. Da habe ich gemerkt, dass ich nicht zu alt bin, um zu lernen.“

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