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Physisch auf einem Level

08.02.2020

Schubert im B-Finale

 

Volle Ränge in Dresden – die gute Stube des deutschen Short Track erweist sich einmal mehr als Eldorado der Kurvenflitzer und kompetenter Gastgeber eines Weltcups. „Das ist einer der schönsten Wettkämpfe“, fasste Christoph Schubert die Samstag-Session zusammen. Er hatte auch Grund zur Freude: als Teilnehmer des B-Finals über 1500 m. „Ich konnte hier über drei Runden meine maximale Zeit erreichen, damit bin ich sehr zufrieden.“ Dass ihn auf Grund eines Armblocks („ich habe eine Lücke gesucht, wo keine war…“) am Ende ein Penalty ereilte, nur ein Schönheitsfehler, wie der Dresdner auch im ARD-Interview bei Franziska Schenk erläuterte.

 

Lüdtke: Noch das letzte Extra

 

Adrian Lüdtke spricht vom „kleinen Extra“, das ihm noch fehle. Um die ganz Großen mit den Kufen höchst couragiert zu überholen. Beim Weltcup in Dresden fehlten im Viertelfinale über 1000 Meter wirklich nur Nuancen. Dann hätte der 21-Jährige vom ESV Turbine den nächsten Schritt getan. Vor dem Heimrennen war er schon angeschlagen zur EM gereist. „Das hat mich dann auseinandergenommen: Fieber und anderthalb Wochen Pause folgten“.

Abgehakt. Erst im zweiten Jahr bei den Senioren, stehen jetzt das Weltcup-Finale in Dordrecht/Niederlanden und die Weltmeisterschaften in Südkorea bevor. Für den Rostocker die mega challenge, erst recht nach der Verletzung von Anna Seidel will er für sich und den deutschen Short Track liefern. „Versuchen, den Standard von Anna zu halten am Ende einer Saison mit Auf und Abs“, wie er konstatiert. Die ersten Saison-Einsätze liefen gut, danach folgten auch Tiefen. Adrian skizziert mal die Umstände. Vier Weltcups auf drei Kontinenten, zwischen Nordamerika und Asien hin- und herjetten – mit immer neuen Zeitzonen. „So etwas habe ich vorher noch nicht erlebt.“ Und das zehrt.

Aber dennoch kann er die Pace der Besten inzwischen mitgehen. Was fehlt noch? „Die Race-Erfahrung“, antwortet er. „Physisch sind wir fast alle auf einem Level, doch am Ende ist alles von der Taktik abhängig. Nur das entscheidet. Denn die Dichte an der Spitze ist immens. Es gab schon 45 verschiedene Finalisten, dh. die ersten 50 können soweit kommen.“

Schön und selten ist es zwischendurch in der neuen Heimat zu sein, wo sich der Norddeutsche bestens eingelebt hat. Und das Drumherum folgte sukzessive. Wie der erste Lehrgang bei der Bundeswehr. „Das verlief ziemlich streng, aber wir hatten auch gute Ausbilder.“ Gut „ausgerüstet“ ist Adrian Lüdtke auch mit PS. Der Führerschein klappte im ersten Ablauf, nun steht ein gebrauchter Citroen vor der Türe.

Lieber bewegt er sich auf dem blanken Untergrund. „Ich liebe diesen Sport, wenn das Adrenalin einschießt.“ Ziemlich gute Voraussetzungen für Short Track, das auch die Fans in Dresden ein ums andere Mal elektrisiert. Auch mal ohne deutsche Treppchen-Beteiligung.    

 

Foto: Adrian Lüdtke erläutert wie er das letzte "Extra" herauskitzeln will. Foto: DESG-Presse

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