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Letzte Ausfahrt vor Salt Lake City

09.02.2020

Calgary – die letzte Station vor dem Saison-Highlight in Salt Lake City. Für die DESG-Sportler, spät aus Utah angereist, sollte der Weltcup in Kanada das „Go“ für die WM-Titelkämpfe bedeuten, aber die Hoffnungen wurden eher enttäuscht. Ausnahme Patrick Beckert, der Platz 8 über 5000 m (in 6:14,808 min) als Aufbaurennen wertete. „Ein guter, stabiler Lauf“, so urteilte der Erfurter. „Darauf lässt sich für nächste Woche aufbauen.“ Dann will er über 10 km seine Chance nutzen.

Claudia Pechstein kam über 3000 Meter auf Rang 12 (4:05,054 Minuten) – für die Berlinerin stehen in SLC dann die 5000 m im Fokus. Roxanne Dufter lief ein gutes Rennen, ehe sie kurz vor der letzten Runde auf brüchigem Eis die Balance verlor. Sturz, aber keine Verletzung. Nur viel Arbeit für das Trainerteam an einem „schwierigen Abend. Ihre Frage war: Was mache ich hier noch“, beschreibt Bundestrainer Erik Bouwman die Krisensituation. Dann meldete sich die Oberbayerin über 1500 m mit Platz 4 (1:55,703 in der B-Gruppe) zurück. Geht doch.

Von Felix Maly und Fridtjof Petzold hatte sich Bouwman stärkere Zeiten über 5000 m erhofft, obgleich beide – von der Höhe profitierend – ihre jemals schnellsten Läufe aufs Eis legten. „Aber ihnen fehlt noch die Erfahrung, wie man in der Höhe und auf dem schnellen Untergrund reagiert. Es war mehr drin.“ Maly wird bei der WM im Massenlauf zum Einsatz kommen.

Für die Sprintfraktion zog Danny Leger sein Fazit. „Es ist nicht so in Erfüllung gegangen wie gewünscht. Zufrieden war ich mit den 500 m, wobei Nico einen schlechten Tag erwischte, den wir aber einfach analysieren konnten. Man muss bedenken, dass es für die Jungs der erste richtige Wettkampf nach sieben Wochen war.“ Jeremias Marx stellte in 34,979 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit, Joel Dufter war noch geringfügig schneller: 34,851.

Das Thema 1000 Meter im Olympic Oval von Calgary: der Stoff für ganze Stories im Eisschnelllaufen. Jeremias Marx und Hendrik Dombek wurden für ein direktes Duell ausgelost. Dombek startete mit einer „Weltklasse-Eröffnung, konnte die hohe Geschwindigkeit in der dritten Innenkurve aber nicht mehr stehen,“ berichtet Leger. Sturz - und gleichzeitig den Teamkollegen behindert. Marx durfte später zum Re-Start antreten, allein und aussichtslos – nach einer Eis-Pause. „Aber das kann passieren, er wird seine Lehren daraus ziehen. Beide jedoch hätten Superzeiten gelaufen, aber das nützt nun nichts mehr.“

Nico als Elfter und Joel als Zwölfter über „ihre“ 1000 m. „Da lief nicht alles so rund. Wir hatten eine gute Vorbereitung in Salt Lake und auch kleine Reserven gefunden, an denen gearbeitet wurde. Doch drei, vier Zehntel schneller waren schon erhofft. In den ersten 600 Metern sind die Jungs dabei, brauchen dafür aber zu viel Energie - und dann ist der Abfall zu groß.“ Es gilt aber bei der WM „das beste Rennen der Saison zu zeigen“ (Leger). So ist manches, nicht alles, ist im Plan. Nicht zu vergessen: Senkrechtstarter Stefan Emele reihte sich mit einer weiter PB ein. Über 1500 Meter, seine Domäne.

 

Foto: Roxanne Dufter - Calgary Weltcup war schwierig. Foto: Martin de Jong

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